Hengstschau mit
vielen Perspektiven
Kreispferdezuchtverein Kleve hatte Spitzenvererber auf den Brauershof geladen
VON STEPHAN DERKS
Vom Feinsten, was der Kreispferdezuchtverein Kleve den schätzungsweise vier- bis fünfhundert Pferdesportbegeisterten mit seiner zweiten Hengstschau auf dem Brauershof der Familie Camp in Geldern präsentierte. Wieder einmal hatte er Spitzenvererber an den Güterbahnhof der Drachenstadt geladen, die sich sowohl unter dem Sattel, als auch über dem Sprung, angespannt oder an der Hand von ihrer besten Seite zeigten.

Mit viel Ausdruck marschierten die „Kracher“ in den verschiedenen Grundgangarten leicht, locker und geschmeidig. Immer waren sie bei der Sache. Sehr zum Gefallen der zahlreichen Zuchtinteressierten. „Habt Mut zum Blut“, spornte Moderator Volker Raulf die Züchter zu verschiedenen Anpaarungen zum Beispiel in Richtung Trakehner auf.

Aber nicht nur die zeigten gelassen, was in ihnen steckt.

Denn da der Niederrhein für die weltweit beste Ponyzucht steht, wurde bei dieser Hengstschau in den verschiedenen Schaubildern mehr als deutlich unter Beweis gestellt. Hervorragende Schrittfolgen waren da auszumachen, Erhabenheit, Gleichmaß und Takt. Kurzum, es passte alles zusammen. Einfach Klasse, wie die Hengste ihr Potential nur so abspulten.

Da geizten die Zuschauer auch nicht mit dem aufmunternden Beifall.

Stichwort Beifall. Denn erhielten auch der Gocher Peter Nolden und der Kranenburger Johannes Baumeister, die verschiedenen Hengste an der Hand vorstellten. War das eine schweißtreibende Angelegenheit. Schließlich galt es an den langen Seiten der Halle verschiedentlich die Trabmechanik der Hengste in Szene zu setzen. Da wollte Moderator Volker Raulf, der die zweieinhalbstündige Hengstschau fachkundig und abwechslungsreich kommentierte, den Beiden schon den goldenen Wanderschuh verleihen.

Aber auch weitere Nachwuchszüchter hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um zum Gelingen dieser Top-Veranstaltung beizutragen. „Nun nehmt Euch Eure Stuten und geht zu den besten Hengsten und lasst die besten Fohlen produzieren“, so Raulf beinahe salbungsvoll zum Ende der Veranstaltung. Das war aber leichter gesagt als getan. Denn angesichts der insgesamt 26 Spitzenhengste, die sich ihnen auf dem Brauershof vorgestellt hatten, wird es wohl für manchen Züchter wieder die Qual der Wahl werden.

Riesendank nicht nur vom Kreistierzuchtberater Gerd Dreßler an Hermann Arts und Elfi Klages aus Rheurdt, Claudia Beckers-Warlamow, Viersen, Hermann Berger, Dülken, dem Gestüt Bönniger, Tönisvorst, dem Domselshof aus Kerken, dem Krefelder Wiesenhof, Holger Hetzel, Pfalzdorf, dem Kervenheimer Vogelssangshof, den Eheleute Johanns aus Kleve, dem NRW Landesgestüt Warendorf, Johannes Litjes aus Weeze, Dieter Pirkes Euskirchen, Constanze Sonnenschein, Bedburg-Hau, Christian Richter, Düsseldorf, Paul Schockemöhle, Mühlen, Gerd Schulte-Geldermann Kranenburg und dem Weezer Ferienhof Stücker, dass sie einige ihre „Zuchtperlen“ entsandt hatten, an denen man sich nicht statt sehen mochte. Hier nur ansatzweise einige Hengste hervorzuheben, würde den anderen nicht gerecht.