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Kreispferdesportverband führte Nachwuchsreiter an die Königsdisziplin heran, Lehrgang in Rheurdt und Bedburg Hau mit guten Anmeldezahlen |
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Vielseitigkeit ist keine Randdisziplin |
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VON STEPHAN DERKS, Fotos: Rebecca Roos KREIS.KLEVE. „Sie gilt als Königsdisziplin im Reitsport, die Vielseitigkeit, in der mit Dressur, Springen und dem Ritt im Gelände drei Disziplinen vereint werden. Jungen Reitern den Einstieg in den Vielseitigkeitssport zu erleichtern, das hatte sich kürzlich der Kreispferdesportverband (KPSV) Kleve zum Ziel gesetzt, als er das Heft in die Hand nahm auf Kreisebene zwei Lehrgänge anbot. Der erste von zwei Lehrgängen wurde hierbei auf dem Gelände des Reit- und Fahrverein Rheurdt ausgerichtet. Dabei zeigte sich der Vizepräsident des KPSV Norbert Paeßens hocherfreut über die große Resonanz der jungen Teilnehmer auf diese im Kreis Kleve fast vergessene Reitdisziplin. Für Lehrgangsleiter Ingo Berghs hatten diese hohen Anmeldezahlen einen besonderen Grund. Denn für ihn liege der Reiz der Vielseitigkeit in der großen Abwechselung, die diese Sportart bietet und ein zudem ein großes Vertrauen zwischen Pferd und Reiter einfordert.
Allerdings stehe, so Berghs, die Sicherheit von Pferd und Reiter gerade beim Reit im Gelände im Vordergrund. Begonnen werde in der Vielseitigkeit zunächst mit einer leichten Dressur, auf die ein Geländeritt folgt. Den Abschluss bilde ein Springreiten der leichten Klasse mit bis zu 1,20 m hohen Hindernissen. Großartige Voraussetzungen brauchten die Nachwuchsreiter bei dem Schnupperkurs in Sachen Vielseitigkeit nicht zu erfüllen. Allerdings sollten sie schon über eine gehörige Portion Mut verfügen, um mit ihrem Pferd über die festen Hindernisse zu reiten. Und wie sich in Rheurdt zeigte, sind immer mehr Reiter neugierig auf das "Reiten querfeldein".
Mit den Lehrgängen in Rheurdt und Bedburg Hau verspricht sich der KSPV nicht nur eine bessere Nachwuchsförderung, sondern auch ein besseres Image in Sachen Vielseitigkeit. Die Anmeldezahlen sprachen jedenfalls für sich, so dass der KSPV mit diesen Lehrgängen sprichwörtlich auf das richtige Pferde gesetzt hatte. Übrigens: Hilfestellung leistet der Kreis Klever Dachorganisation in Sachen „Königsdisziplin“ die Interessengemeinschaft für das Vielseitigkeitsreiten im Kreis Kleve die, so Paeßens, als verlässlicher Partner innerhalb des Verband gilt und ihm einiges an Arbeit abnimmt. Zudem strebe der Dachverband an, die ihm angeschlossenen Reitervereine noch stärker in die Pflicht nehmen, um neben der Dressur und dem Springen auch den Ritt im Gelände nicht zu vernachlässigen und dieser gleichfalls seinen Reitern anzubieten. „Schließlich ist das Vielseitigkeitsreiten keine Randdisziplin, sondern eine schöne und interessante Sportart“, so Paeßens abschließend. Dabei verschwieg er nicht, das sehr viel Trainingsfleiß, Geduld und damit verbunden ein hoher zeitlicher Aufwand hinter der Vielseitigkeit stecke, wobei auch die sportlichen Erfolge nicht so schnell kommen, wie in der Dressur oder dem Springen.
Fazit: Reiter für den Vielseitigkeitssport zu begeistern ist nicht einfach. Zu gefährlich ist da häufig die erste Feststellung. Dabei sind es vielmehr die vielseitig begabten Pferde und Reiter, die dieser umfassenden und abwechslungsreichen Ausbildung am Nächsten kommen. |