FS Cassidy, Siegerstute bei den Kleinpferden

Am ersten Tag der Stuteneintragung und Fohlenschau des Kreispferdezuchtvereins Kleve wurden bereits tolle Kleinpferderassen gezeigt

Text  und Fotos von Stephan Derks

KREIS.KLEVE. Anni und Werner den Brok aus Kleve rücken ihren Campingstuhl zurecht.

Wie in jedem Jahr sitzen sie bereits früh am Morgen in der Nähe der Dreieckeckbahn, die tags zuvor von den Jungzüchtern des Kreispferdezuchtvereins Kleve im Springstadion des Reitsportzentrums Goch-Heidhausen hergerichtet wurde.

 Hierher ist nicht nur das Klever Ehepaar gekommen, sondern auch zahlreiche Pferdefreunde, die sich die 2tägige Stuteneintragung und Fohlenschau nicht entgehen lassen wollen. Spiegelt sich doch alljährlich das Ergebnis der Pferdezucht im Kreis Kleve wieder. An der langen Seite der Dreiecksbahn wurden genügend Späne auf die Rasenfläche aufgetragen.

Schließlich sollen hier die Stuten, später auch deren Nachwuchs, den Trab zeigen. Der langen Seite gegenüber steht die hochkarätige Bewertungskommission um Martin Spoo, Zuchtleiter des Rheinischen Pferdestammbuches. Auch sie will gleichfalls einen Blick auf die sogenannte Trabmechanik der Hinterhand erhaschen, aus der das Pferd bekanntlich seinen Schub entwickelt. Denn je mehr Schub, umso größer der Raumgewinn.

Allerdings dürfen die Jungzüchter und Pferdebesitzer die Stuten nicht zu eilig führen, damit deren Bewegungen nicht „laufend“ wirken. „Daher haben die Züchter die Vorstellung ihrer Stuten und Fohlen bereits Wochen vor der Veranstaltung geübt. Schließlich sind es Momentaufnahmen, zu denen die Wertnoten vergeben werden“ erklärt Kreistierzuchtberater Gerd Dreßler gegenüber unserer Zeitung. So gehört auch die Aufstellung unmittelbar vor der Bewertungskommission dazu bei der es gilt, das Exterieur, sprich das Gebäude des Pferdes zu begutachten.

Zudem drückt sich die Korrektheit des Ganges in einer Wertnote wieder. Von ausgezeichnet (10,0) bis sehr schlecht (1,0) reicht die Notenskala. „Am Ende der Vorstellung wird auch der Gesamteindruck in einer Wertnote zusammengefasst“, erklärt Dreßler weiter. Und auch Martin Spoo verrät der RP, dass für ihn die Stuteneintragung und Fohlenschau in Goch-Heidhausen, zu der stets ein herrliches Umfeld geschaffen wird, ein wahres Highlight bedeutet. Auch dieses Mal hält der Pferdefachmann keinesfalls damit hinter dem Berg, dass der Kreis Kleve als einer der stärksten Zuchtkreise in NRW gilt und einem sehr hohen Stellenwert in Züchterkreisen besitzt. Wie gewohnt, stehen am ersten Tag der Schau die 3jährigen Kleinpferdestuten und deren Nachwuchs im Mittelpunkt des Interesses.


Die Kreissiegerstute, Mitte, eingerahmt von der ersten, (re) und zweiten Reservesiegerstute

Der Höhepunkt, die Auswahl der Kreissiegerstute, an deren Spitze die Kommission FS Cassidy (FS Champion de Luxe/Dornik B) vom Weezer Ferienhof Stücker setzt. Erste Reserversiegerstute wird die Connection (FS Champion de Luxe/FS Dont Worry), im Besitz von Ute Küppers aus Geldern, die vom Weezer Josef Wilbers gezogen wurde. Als zweite Reserversiegerstute verlässt Mac Devinja (FS Dont Worry/Dornik B) von der Zuchtgemeinschaft Mölke, Uedem, den Endring, die von Dr. Erhard Coenen aus Kalkar gezogen wurde. Abschließender Blick zu Anni und Werner den Brok. Sie sind gleichfalls mit dem Urteil der Kommission einverstanden und werden morgen früh wieder an der langen Seite der Dreiecksbahn Platz nehmen, an der sich auch der Nachwuchs nicht minder in Szene setzen wird.

INFO

Und so geht die Stuteneintragung und Fohlenschau am Donnerstag, dem 8. Juli, in Goch-Heidhausen weiter: Ab 8.30 Uhr, Vorstellung der 3jährigen Reitpferdestuten, gegen 10.45 Uhr, Kreissiegerstutenauswahl, im Anschluss folgt die Vorstellung der Reitpferdehengst- und stutfohlen. Der letzte Ring ist für 17.40 Uhr geplant. Der Eintritt zur größten Pferdeschau im Rheinland ist frei.