Meldung vom 31.07.2006

Lydia Camp gewinnt auch Gold in der Einzelwertung bei der Pony EM in Saumur

Die 16jährige Amazone vom Gelderner Brauershof schließt ihr letztes Ponyjahr goldenen ab

VON STEPHAN DERKS 

Einen glanzvolleren Schlusspunkt unter ihr letztes Ponyjahr konnte sich die 16jährige Lydia Camp vom Gelderner Brauerhof wohl kaum setzen. Denn bei der Pony-Europameisterschaft im französischen Saumur gewann sie am Wochenende nicht „nur“ die Goldmedaille mit der Deutschen Mannschaft in der Dressur, sondern konnte sich auch in der Einzelwertung im Sattel der 3fachen Bundeschampionesse Dulcia ganz nach oben auf das Siegerpodest platzieren. Ein Supererfolg die 1,68m große Amazone, die sich damit in die Nähe der Aldekerkerin Marion Engelen rücken konnte, die die Ponyeuropameisterschaft zwei Mal in Folge gewinnen konnte. Dabei griffen die internationalen Richter in Frankreich bei der Vorstellung des niederrheinischen Paares ganz tief in Notenkiste, wobei am Ende insgesamt 1.546 Punkte, das ergibt umgerechnet 77,30 Prozent, herauskamen.

Lydia Camp kehrte hocherfolgreich aus Frankreich zurück

Lydia’s Mannschaftskameradin Louisa Lüttgen (Kerpen) holte sich bei diesen Europameisterschaften mit Dornik B (75,45) die Silbermedaille. Ebenfalls auf Medaillenkurs war mit Sanneke Rothenberger (Bad Homburg) die dritte Deutsche. Allerdings verweigerte ihr 16-jähriger Fuchswallach gegen Ende der Prüfung plötzlich die Mitarbeit. Zwar konnte seine 13-jährige Reiterin die Prüfung noch mit Anstand beenden, blieb aber in einigen Lektionen ohne Wertung. Dass sie allerdings noch ein Ergebnis von 70,55 Prozent kam, spricht für die Leistungen des Paares, die im vergangenen Jahr noch Vizeeuropameister waren und nun Platz fünf belegten. Insgesamt bewarben sich 36 Einzelreiter und acht Mannschaften in Frankreich um die Medaillen. Mannschaftssilber ging in der Dressur an das Team aus den Niederlanden und die Bronzemedaille nach Dänemark. Am Montagmorgen um vier Uhr in der früh kehrte die frisch gebackene Doppeleuropameisterin auf den heimischen Brauershof nach Geldern zurück und wollte, verständlicherweise, nun erst einmal so richtig ausschlafen, was die Rheinische Post auf Anfrage erfuhr. „Sie hat sich gerade noch einmal hingelegt, um sich von den Anstrengungen der Vortage auszuruhen“, erklärte Schwester Helena, die gleichfalls mit nach Frankreich gefahren war, um ihrer Schwester die Daumen zu Drücken. Klar, dass die Rheinische Post das Goldmädchen nicht extra wecken wollte. Schließlich wird der Erfolg der jungen Amazone noch richtig gefeiert werden. Dann nämlich, wenn Vater August und Mutter Katja auch dabei sind. Denn die saßen am Montag beide bereits wieder im Sattel und starteten bei der Sichtung zum Bundeschampionat in Wickrath. So sind sie die Camp`s, eben eine richtige Reiterfamilie.


Kreispferdesportverband Kleve e.V.
E-Mail: info@kvruf.de
letzte Änderung: 20. Mai 2007, © Stephan.Derks