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Horsemanship, also die pferdegerechte Kommunikation am Boden und im Sattel, war
das erste, was ihnen Tony Harris, der neue Trainer der Bulgarischen Equestrian
Federation (BEF) ins Stammbuch schrieb. „Damit hatten die Bulgaren nun überhaupt
nicht gerechnet“, erklärt Peter Eck gegenüber der Rheinischen Post. Denn Harris
hatte aus Sicht des BEF gegenüber dem bulgarische Eventingteam während des
ersten Trainingscamps auf der Reitanlage in Sevelen wohl ungewöhnliche
Trainingsmethoden anwendet. Denn deren Nationalmannschaft musste als erstes
lernen wie Pferde gepflegt, gehegt und dann erst geritten werden. Dabei standen
Sattelpflege und Hufbeschlagslehre ebenso auf dem Programm, wie der Hindernisbau
und das Konditionstraining. „Nach harten Trainingswochen stand für Tony Harris
fest, dass die Teilnahme bei dem internationalen Vielseitigkeitsturnier auf dem
Baden-Württembergischen Landegestüt in Marbach für dieses Team noch viel zu früh
sei. Kurzerhand sagte Harris die Teilnahme für alle seine neuen Schüler ab, da
aus seiner Sicht noch ist keiner in der Lage war, sich mit der Europäischen
Elite zu messen“, so Eck weiter.

Da hat Tony
Harris offensichtlich noch eine Menge zu tun, um die Bulgaren nach vorne zu
bringen
Schließlich traten in Marbach Welt- und Europameister
gegeneinander an. Der Meinung von Harris schloss sich nach dem Sevelener
Training auch Dr. Krum Rashkov, Secretary General der bulgarischen FN an.
„Bedauerlich nur, dass zwei bulgarische Reiter anderer Meinung waren und trotz
strikter Anordnung in Marbach mit entsprechend negativem Resultat starteten“,
berichtet Peter Eck. Sie dürften sich hierbei allerdings schnell an den Hinweis
von Harris erinnert haben, wonach dieser immer wieder betonte, dass die
Vielseitigkeit die Krone der Reiterei sei. Und gerade wer auf diesem Gebiet
international starten möchte, müsse an allen drei Tagen in den Disziplinen
Dressur, Springen und dem schwierigen Gelände zeigen, was in ihm bzw. seinem
Pferd steckt. Denn gerade der Vielseitigkeitssport gehört zu einer Sportart, bei
der nicht nur Ergeiz und Mut notwendig sind; sondern auch Besonnenheit und
Fairness gegenüber dem Partner Pferd im Mittelpunkt steht. Übrigens: Bulgarische
Vielseitigkeitsreiter nahmen bereits in den Jahren 1924, 1928, 1932, 1952, 1956,
1960, 1972, 1980, 1992, und 2000 an Olympischen Spielen teil. Ob Tony Harris sie
allerdings zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking führen kann bleibt
fraglich.
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