Kreis Klever Reiter aus Kader verabschiedet

Rheinische Reitsportszene feierte im Pferdesportzentrum Langenfeld eine große Reiterparty mit Freude und Wehmut

Text: VON STEPHAN DERKS, Fotos: PEMAG

KREIS.KLEVE. Auf Gut Langfort, dem Sitz des Pferdesportverbandes Rheinland, wurde am Wochenende wieder einmal der rote Teppich ausgerollt. Denn die rheinische Reitsportszene feierte in Langenfeld „ihre“ Titelträger des Jahres 2007. Schließlich sicherten sich nach dem überragenden Medaillenjahr 2006 die rheinischen Reiter auch in diesem Jahr etliche Medaillen. Gleich fünf Sportler aus rheinischen Reihen durften sich „Europameister 2007“ nennen. Dressurkönigin Isabell Werth gelang es nach dem spektakulären WM-Sieg im vergangenen Jahr auch in diesem Jahr wieder, ihrer langen Erfolgssammlung einen weiteren Titel hinzuzufügen. Mit WM-Pferd Satchmo ritt sie im italienischen Pratoni del Vivaro im September auch zu EM-Gold im Grand Prix Special. Im Sattel ihres Pferdes Warum nicht, genannt Hannes, sicherte sie sich außerdem den Titel Deutsche Meisterin 2007. Weil sie am Wochenende der Ehrung beim Turnier in Hannover im Einsatz war, konnte sie ihre Auszeichnung diesmal,  im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, nicht persönlich entgegennehmen. Seit einiger Zeit darf sich Kai Vorberg nicht nur zweifacher Weltmeister, sondern auch zweifacher Europameister nennen. Ihm gelang nach der Verteidigung seines WM-Titels im vergangenen Jahr in dieser Saison auch die Titelverteidigung bei der Europameisterschaft im ungarischen Kaposvar.

Die "Heldenehrung" beim Rheinischen Abend

 „Mit dem Rheinischen Abend wollen Funktionäre, Sportler, Pferdebesitzer, Trainer, Fans und Freunde die diesjährigen Erfolge der rheinischen Reiter feiern“ erklärt Meike Freimuth vom gastgebenden Pferdesportverband. Allerdings hieß es auch im Rahmen der Veranstaltung auch “Time to say goodbye“, so das neben Siegesfreude beim Rheinischen Abend auch wieder Wehmut aufkam. Denn im Zuge der Feierlichkeiten wurden nicht nur die erfolgreichsten Pferdesportler aus dem Rheinland geehrt, sondern auch die aus Altersgründen aus den Kadern ausscheidenden Ponyreiter und Jungen Reiter verabschiedet. Diesen wird mit der Langforter Party traditionell das Ende der Pony- bzw. Junge Reiterzeit versüßt“, erklärt Freimuth im Gespräch mit der Rheinischen Post. Mit einem bunten Unterhaltungs- und Rahmenprogramm hielt der Abend zuvor jedoch die eine oder andere Überraschung bereit. So heizte die Brass & Marching Band „Quer Beat“ als marschierende Jazzband mit Schlagzeug und viel Blech den Besuchern mächtig ein und das Kölner Bewegungstheater Caracho sorgt mit seinen Spezialfotografen für skurrile und witzige Situationen. Im Anschluss an den offiziellen Teil des Rheinischen Abends, lud Pferdesportverbandsvorsitzender Friedrich Witte alle Feierwütigen ein, die Tanzfläche zu erobern. Mit einer zünftigen Party wurde die Turniersaison 2007 gebührend beschlossen.

Wehmut bei der Verabschiedung auf der Bühne in Langenfeld

Mit der rauschenden Party ging allerdings für Alina Sievers, Haldern, Mitglied Landeskader Dressur, Miriam Welbers, von Driesen Asperden Kessel, Mitglied im Landeskader Springen und Yvonne Booten, Gaesdonker Reiter sowie Katharina Völker, Grün-Schwarz-Vorst, Sevelen, Mitglieder im Bundeskader Vielseitigkeit, offiziell deren äußerst erfolgreiche Ponyzeit zu Ende. Allesamt satteln nun altersbedingt aufs Großpferd um. Ohne Pferde allerdings keine Erfolge. Wie gut und talentiert ein Reiter auch sein mag, ohne das entsprechende Pferd unter dem Sattel geht es nicht. Nicht immer ist es den Reitern möglich, mit dem eigenen Pferd den Durchbruch und die Aufnahme in den Kader zu schaffen. Daher galt ein besonderer Dank am Rheinischen Abend wieder den Pferdebesitzern, die ihre Vierbeiner für die Karriere rheinischer Nachwuchstalente zur Verfügung stellen. Und das waren in der vergangenen Saison unter anderen Sabina Illbruck, aus Leverkusen (Calimero/Tobias Thoenes) und Michael von Salomon, Geldern (Jackpot v.S./Lydia Camp).

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