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Kreispferdesportverband Kleve zog Bilanz |
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Quo Vadis Vereine? Bei der Delegiertenversammlung standen nicht nur Ehrungen im Mittelpunkt |
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TEXT und FOTO VON STEPHAN DERKS KREIS.KLEVE. Das Pferd und die Angebotsvielfalt rund um den Pferdesport sollte im Mittelpunkt eines jeden Reitervereins stehen. Das machte kürzlich auf der Delegiertenversammlung des Kreispferdesportverbandes (KPSV) Kleve, Martin Otto, zuständig für den Bereich Betriebe und Vereine bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) deutlich. „Quo Vadis Vereine“, so hatte Otto sein Referat überschrieben, in dem er viele Dinge gegenüberstellte. So seien unter anderem für die Vereine Schüler, Wieder- und Späteinsteiger, Senioren und Migranten vielversprechende Zielgruppen, um den sinkenden Mitgliederzahlen entgegenzuwirken. Nicht zu vergessen, das Angebot von Schulpferden, das angesichts der momentanen wirtschaftlichen Lage helfen könnte, die Bezahlbarkeit des Pferdesports zu erleichtern. Deutliche Punkte auf der negativen Seite seiner Analyse: Die mangelnde Bereitschaft innerhalb der Vereine zur Übernahme eines Ehrenamtes. Zu hoch seien da mitunter die Anforderungen die, je nach Art des Ehrenamtes, an die Personen gestellt würden. Daher gelte es, das zu vergebende Ehrenamt transparent zu machen und Antworten auf Fragen wie: Was ist die Aufgabe, was die Erwartung und wie hoch ist der (zeitliche) Aufwand, zu geben. Da bewirke ein so genannter Aufgabenverteilungsplan schon Wunder. Zudem gehörten seiner Ansicht nach Informationen zu Treffen, Sitzungen etc. unbedingt dazu. Schlussendlich ständen auch Dinge wie Selbstverwirklichung und Anerkennung auf der positiven Seite eines Ehrenamtes. Fest stehe jedenfalls: Ohne Ehrenamt kein Verein! Daher gelte es ohne wenn und aber, den Stellenwert des Ehrenamtes und damit des Vereins unbedingt zu erhöhen. Passend zu Ottos Ausführungen, das Angebot von Antje Hellmundt, die zurzeit bei der FN eine Ausbildung zur Vereinsmanagerin durchläuft. Sie plane ihm Rahmen einer Projektarbeit ein Vereinsberatungs- und –informationssystems innerhalb des Kreispferdesportverbandes Kleve aufzubauen. Ziel sei es, so Hellmundt, Fragen bei Problemen und Wünschen innerhalb der Vorstandsarbeit zu beantworten, sowie Seminare und Beratungen vor Ort durchzuführen. Ein Angebot, auf das wohl viele Delegierte zurückkommen wollen. Im Zuge der Versammlung gab es auch zahlreiche Ehrungen. Neben der Überreichung von Urkunden an die siegreichen Mannschaften der Kreisturniere der vergangenen Saison
zeichnete KPSV-Vorsitzender Rudi Lodewick Marion Engelen (Gewinn des Piaff-Förderpreises bei den Germann Masters in Stuttgart), Jana Freund (Siegerin Bundeschampionat der 4-jährigen Pferde in Warendorf), Katrin Eckermann (Bronze beim Preis der Besten und den Europameisterschaften der Jungen Reiter in Prag mit der Mannschaft, Platz drei beim „Goldenen Sattel“, dem Hans-Günther-Winkler-Förderpreis), Stefanie Reining (Gewinn des Jugendchampionat Rheinland Vielseitigkeit, RWE Cup Rhein Ruhr, Raiffeisen-Markt-Cup Springen) und Hubert Markett (Vizeweltmeister Fahren Einspänner Pferde) für ihre außergewöhnlichen Erfolge aus. Hierbei, so Lodewick, erkenne man deutlich, das dem Grunde nach alles auf den Stufen zum Erfolg möglich sei. Erfreulich, auch der Bericht der Schatzmeisterin Ann Curdts die feststellte, dass der KPSV auf finanziell solidem Boden stehe. Das sah auch Georg Broeckmann ebenso, der die Kasse mit Mathias Berghs geprüft und nichts zu beanstanden hatte. Folge: Einstimmige Entlastung von Schatzmeisterin und Vorstand. Neuer Kassenprüfer für den aus diesem Amt ausscheidenden Brockmann wurde Karl Leurs aus Sevelen. INFO Als neuer Tierschutzbeauftragter des KPSV-Kleve wurde der Kranenburger Johannes Voss gewählt. Zudem schlagen die Delegierten den Vereinen vor, den Asperdener Peter Jansen jun. als neuen Beauftragten für den Reit- und Fahrsport in den Reihen des KSPV Kleve zu wählen. Mitgliedsstärkster Verein innerhalb des KPSV bleibt mit 369 Mitgliedern der Club der Pferdefreunde Goch, gefolgt vom RFV "von Driesen" Asperden-Kessel mit 352 Mitgliedern. |