Kreispferdezuchtverein Kleve hielt Rückschau

 Ehrungen standen im Mittelpunkt, gravierende Änderungen bei der Fohlenschau

TEXT und FOTOS VON STEPHAN DERKS KREIS.KLEVE. „Sie haben allesamt dazu beigetragen, dass die Pferdehaltung im Kreis Kleve einen hohen Stellenwert besitzt und sich immer weiter zu einem starken, wirtschaftlichen Faktor in der Region entwickelt“, erklärte Kreislandwirt Josef Peters kürzlich auf der Mitgliederversammlung des Kreispferdezuchtvereins Kleve. Dabei hob er nicht nur den sportlichen Aspekt der Pferdehaltung hervor, sondern auch dessen Freizeitwert. Gerade dieser, so Peters weiter, läge bei Jugendlichen hoch im Trend. Nicht zu vergessen die Qualität der Pferde, die zum Beispiel alljährlich im Rahmen der Stuteneintragung und Fohlenschau eindrucksvoll dokumentiert werde. Das konnte Kreistierzuchtberater Mike Ueffing in seinem Jahresbericht nur unterstreichen. So seien bei der Fohlenschau im vergangen Jahr 100 Reitpferdfohlen zur Prämiierung vorgestellt worden. Sechs wurden dabei mit Gold und 70 mit Silber ausgezeichnet. Auch wurden 55 Reitponyfohlen rangiert, wobei drei Fohlen Gold und 41 Silber erhielten. Nicht zu vergessen, das bei der Elitestutenschau in Wickrath mit Cinderella (Züchter Josef Wilbers, Weeze), erneut die Siegerstute aus einer Klever Zuchtstätte stammte.


Strahlende Gesichter nach den Ehrungen beim Kreispferdezuchtverein Kleve

Zudem hatten 13 Rheinländerstuten, fünf Trakehner-, acht Pony- und vier Kaltblutstuten aus dem Kreisgebiet die Staatsprämienanwartschaft erzielt. Auch seien bei der jährlichen Hauptkörung für Hengste der Abteilung B (alle Rassen außer Reitpferde), sechs Reitponyhengste aus dem Kreisgebiet gekört worden. „Ich bitte um Verständnis, das hier aufgrund der Fülle der Erfolge nicht alle Ergebnisse vorgetragen werden können“, so Ueffing abschließend. Höhepunkt der Mitgliederversammlung:

 Die Verleihung der Goldenen Plakette der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für hervorragenden Leistungen um die Rheinische Pferdezucht, die durch den designierten Vorsitzenden des Rheinischen Pferdestammbuchs Theo Leuchten an Christian Koller (Asperden-Kessel) verliehen wurde.

Auch händigte Leuchten dem Kranenburger Johannes Baumeister die Silberne Plakette der FN für 10jährige erfolgreiche Rheinische Pferdezucht aus. Außerdem erhielten der Gocher Rudolf Lange und der Kevelaerer Gerd Yzermann die silberne Ehrennadel des Rheinischen Pferdestammbuches. Einen Sonderehrenpreis für das bestgezogenen Springpferdes im Kreis Kleve, den 4-jährigen Hengst Gillbert (Grosso Z/Lord Calando), erhielten die Eheleute Wiesner aus Goch-Pfalzdorf. Nach dem hochinteressanten Referat des Niederländers Jac Remijnse, indem dieser insbesondere auf die Qualitäten der Mutterstämme bei der Pferdezucht einging, wies Vorsitzender August Camp auf die künftige Änderung bei der Fohlenschau hin. So werden, wie bereits schon im Kreis Wesel praktiziert, bei der Schau am 8. und 9. Juli in Goch-Heidhausen, die Stuten- und Hengstfohlen bei den Warmblütern nach dressur- bzw. springbetonter Abstammung unterschieden und bewertet. „Hier muss der Züchter bereits bei der Anmeldung zur Schau entscheiden, in welchem dieser beiden Ringe er den Nachwuchs bewerten lassen möchte“, erläuterte Camp abschließend, wobei bei der springbetonten Abstammung der Schwerpunkt eindeutig in der Bewertung der Galoppade liege.

 INFO

496 Mitglieder gehören zurzeit dem Kreispferdezuchtverein Kleve an. Bei den Hofterminen wurden im vergangenen Jahr 366 Fohlen registriert und gebrannt. Das sind 40 mehr als noch im Jahre 2007.
Anmeldeschluss für die diesjährige Stuteneintragung und Fohlenschau ist der 29. Mai 2009

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