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Auf Gut
Langfort wurde er wieder einmal ausgerollt, der rote Teppich. Und das aus
gutem Grund: Denn die rheinische Reitsportszene feierte in Langenfeld ein
überaus medaillenreiche Jahr. So sicherten sich zum Beispiel die Ponyreiter,
Junioren und Jungen Reiter etliche Medaillen bei den diesjährigen
Europameisterschaften und mit der Gelderner Amazone Lydia Camp kam sogar
eine von zwei Doppel- Europameisterinnen aus den rheinischen Reihen.
Funktionäre, Sportler, Pferdebesitzer, Trainer, Fans, kurzum viele Freunde
des Pferdesports wollten den "Rheinischen Abend" auf Gut Langfort nutzen, um
diese Erfolge entsprechend zu feiern.

Gut besucht zeigte sich der Rheinische
Abend, auf dem auch viele Kreis Klever vertreten waren
Mit
dabei: Die Rheinische Post.
Nach der Begrüßung
durch den Präsidenten des Pferdesportverbandes Friedrich Witte waren es
zunächst die Weltmeister, die in der festlich geschmückten Halle im
Scheinwerferlicht glänzten. Die Voltigierer vom RSV Neuss-Grimlinghausen,
amtierende Weltmeister im Gruppenvoltigieren, präsentierten ihr Können am
Holzpferd. Ausschnitte aus dem Trainingsprogramm und der Weltmeister-Kür
sorgten bei den rund 350 Gästen für die erste Gänsehaut des Abends.
„Der Pferdesportverband Rheinland geht als erfolgreichster deutscher
Landesverband aus dem zu Ende gehenden Sportjahr hervor und ist zu Recht
stolz auf die Leistungen seiner Reiter“, erklärte Friedrich Witte gegenüber
der Rheinischen Post. Unter die Haut ging die anschließende Ehrung
der erfolgreichsten Sportler des Jahres. Sichtlich gerührt zeigte sich
Dressurqueen Isabell Werth, als auf der großen Leinwand Ausschnitte ihrer
WM-Goldritte gezeigt wurden und die Zuschauer ihre Leistungen mit Standing
Ovations den verdienten Respekt zollten.

Friedrich Witte, rechts, zeichnete
Isabell Werth aus
Zweifellos
hatte sie bei den Weltreiterspielen in Aachen für
den größten Überraschungserfolg gesorgt, als sie sich im Sattel von Satchmo
neben Teamgold auch noch Einzelgold im Grand Prix Spezial und Bronze in der
Kür sicherte. Hierfür erhielt die Rheinbergerin die Ehrennadel des
Verbandes, die dank ihrer herausragenden Erfolge bereits zum vierten Mal
erweitert werden musste. Zudem zeichnete Vizepräsident Heiner Nachbarschulte
Lydia Camp für das Doppel-Gold bei der Europameisterschaft aus.

PSVR-Vizepräsident Heiner Nachbarschulte
zeichnete Lydia Camp aus
Zu den Helden des rheinischen Abends
auf Gut Langfort gehörte zudem Kai Vorberg, der als
Einzelvoltigierer mit einer Goldmedaille die
Weltmeisterschaft im eigenen Land krönte. Nachdem dreifache
Weltrekordler im Bauchreden Roli Berner die Lachmuskeln des Publikums
strapaziert hatte, hieß es für einige Ponyreiter und Jungen Reiter, die den
Kader aus Altersgründen verlassen müssen, Abschied nehmen.„Time to say
goodbye“, da 16 Jahre alt geworden hieß es für Lydia Camp und der
Kevelaererin Bernice Hoogen (Pony Dressur) sowie der Kranenburgerin Katrin
Eckermann (Pony Springen).

Ein wenig Wehmut bei der Verabschiedung
aus dem Kader schwangen bei Katrin Eckermann und Lydia Camp schon mit
Allerdings steht den scheidenden Reitern bereits ein Großpferd zur
Verfügung, mit dem sie nach einer Sichtung die Möglichkeit haben, nahtlos
den Weg in den Juniorenkader zu finden. Kein Problem für Katrin Eckermann,
die bereits acht Siege (!) in der schweren Klasse S auf dem Großpferd für
sich verbuchen konnte. Für die Jungen Reiter hieß es mit dem 21. Geburtstag
Abschied zu nehmen und sich ab dem nächsten Jahr vermehrt alleine
durchzuschlagen.

Auch für Marion Engelen, 2. v.l., hieß
es Abschied nehmen aus dem Kader
Das
gilt nun auch die Aldekerkerin Marion Engelen, die ihre Saison im Dressur
Kader der Jungen Reiter beendete und zurzeit im Stall von Isabell Werth in
Rheinberg reitet. |