Pressemeldung vom 02.11.2006

Kreisreiter aus dem Kader verabschiedet

Auf Gut Langfort wurden die erfolgreichsten Sportler des Verbandes geehrt, Stars und Sternchen beim „Rheinischen Abend“

TEXT und FOTOS VON STEPHAN DERKS

Auf Gut Langfort wurde er wieder einmal ausgerollt, der rote Teppich. Und das aus gutem Grund: Denn die rheinische Reitsportszene feierte in Langenfeld ein überaus medaillenreiche Jahr. So sicherten sich zum Beispiel die Ponyreiter, Junioren und Jungen Reiter etliche Medaillen bei den diesjährigen Europameisterschaften und mit der Gelderner Amazone Lydia Camp kam sogar eine von zwei Doppel- Europameisterinnen aus den rheinischen Reihen. Funktionäre, Sportler, Pferdebesitzer, Trainer, Fans, kurzum viele Freunde des Pferdesports wollten den "Rheinischen Abend" auf Gut Langfort nutzen, um diese Erfolge entsprechend zu feiern.

Gut besucht zeigte sich der Rheinische Abend, auf dem auch viele Kreis Klever vertreten waren

Mit dabei: Die Rheinische Post. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Pferdesportverbandes Friedrich Witte waren es zunächst die Weltmeister, die in der festlich geschmückten Halle im Scheinwerferlicht glänzten. Die Voltigierer vom RSV Neuss-Grimlinghausen, amtierende Weltmeister im Gruppenvoltigieren, präsentierten ihr Können am Holzpferd. Ausschnitte aus dem Trainingsprogramm und der Weltmeister-Kür sorgten bei den rund 350 Gästen für die erste Gänsehaut des Abends. „Der Pferdesportverband Rheinland geht als erfolgreichster deutscher Landesverband aus dem zu Ende gehenden Sportjahr hervor und ist zu Recht stolz auf die Leistungen seiner Reiter“, erklärte Friedrich Witte gegenüber der Rheinischen Post. Unter die Haut ging die anschließende Ehrung der erfolgreichsten Sportler des Jahres. Sichtlich gerührt zeigte sich Dressurqueen Isabell Werth, als auf der großen Leinwand Ausschnitte ihrer WM-Goldritte gezeigt wurden und die Zuschauer ihre Leistungen mit Standing Ovations den verdienten Respekt zollten.

Friedrich Witte, rechts, zeichnete Isabell Werth aus

 Zweifellos hatte sie bei den Weltreiterspielen in Aachen für den größten Überraschungserfolg gesorgt, als sie sich im Sattel von Satchmo neben Teamgold auch noch Einzelgold im Grand Prix Spezial und Bronze in der Kür sicherte. Hierfür erhielt die Rheinbergerin die Ehrennadel des Verbandes, die dank ihrer herausragenden Erfolge bereits zum vierten Mal erweitert werden musste. Zudem zeichnete Vizepräsident Heiner Nachbarschulte Lydia Camp für das Doppel-Gold bei der Europameisterschaft aus.

PSVR-Vizepräsident Heiner Nachbarschulte zeichnete Lydia Camp aus

Zu den Helden des rheinischen Abends auf Gut Langfort gehörte zudem Kai Vorberg, der als Einzelvoltigierer mit einer Goldmedaille die Weltmeisterschaft im eigenen Land krönte. Nachdem dreifache Weltrekordler im Bauchreden Roli Berner die Lachmuskeln des Publikums strapaziert hatte, hieß es für einige Ponyreiter und Jungen Reiter, die den Kader aus Altersgründen verlassen müssen, Abschied nehmen.„Time to say goodbye“, da 16 Jahre alt geworden hieß es für Lydia Camp und der Kevelaererin Bernice Hoogen (Pony Dressur) sowie der Kranenburgerin Katrin Eckermann (Pony Springen).

Ein wenig Wehmut bei der Verabschiedung aus dem Kader schwangen bei Katrin Eckermann und Lydia Camp schon mit

Allerdings steht den scheidenden Reitern bereits ein Großpferd zur Verfügung, mit dem sie nach einer Sichtung die Möglichkeit haben, nahtlos den Weg in den Juniorenkader zu finden. Kein Problem für Katrin Eckermann, die bereits acht Siege (!) in der schweren Klasse S auf dem Großpferd für sich verbuchen konnte. Für die Jungen Reiter hieß es mit dem 21. Geburtstag Abschied zu nehmen und sich ab dem nächsten Jahr vermehrt alleine durchzuschlagen.

Auch für Marion Engelen, 2. v.l., hieß es Abschied nehmen aus dem Kader

 Das gilt nun auch die Aldekerkerin Marion Engelen, die ihre Saison im Dressur Kader der Jungen Reiter beendete und zurzeit im Stall von Isabell Werth in Rheinberg reitet.


Kreispferdesportverband Kleve e.V.
E-Mail: info@kvruf.de
letzte Änderung: 20. Mai 2007, © Stephan.Derks