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Kaiserwetter herrschte beim 2tägigen Reit- und Springturnier
des RV St. Georg Haldern, auf dessen Gelände an der Lohstraße die
Kreismeisterschaften in der Vielseitigkeit im Mittelpunkt standen. Dabei
hatte das Team um den Vorsitzenden der Halderner Reiter Berndhard Ueffing
beste Voraussetzungen für die Reiter geschaffen, um diese Meisterschaften in
Szene zu setzen. Zunächst starteten die Reiter wie bei der Vielseitigkeit
üblich in der Teilprüfung Dressur, bevor sie ihre Pferde über die
Hindernisse des Springparcours lenkten. Bereits hier galt es möglichst wenig
Minuspunkte zu machen, um beim abschließenden Geländeritt nicht gar so weit
abzufallen.

Denn das Gelände rund um die Halderner Reitanlage war nicht
von schlechten Eltern. Hügelig, mit unterschiedlichen Bodenverhältnissen und
teilweise respektabeln Hindernissen stellte sich die 2.250m lange
Querfeldeinstrecke dar, zu der auf A-Niveau eine Bestzeit von 4.30 Minuten
(L-Niveau 5 Minuten) vorgegeben wurde. Hier waren der leichte Sitz ebenso
gefragt und die Einwirkung des Reiters, insbesondere das rhythmische,
flüssige Überwinden der Hindernisse, zumal die Geländeritte mit einer
Stilnote bewertet wurden. Zwar freuten sich viele Besucher über den
strahlenden Sonnenschein, doch bereitete dieser den Reitern auch Probleme.

So lag zum Beispiel das achte Hindernis „Am Lohhof“ außerhalb
des Waldes im gleißenden Sonnenlicht und Hindernis neun, der Tiefsprung,
wiederum mitten im Busch. Da mussten die wechselnden Lichtverhältnisse von
hell nach dunkel von Pferd und Reiter erst einmal kompensiert werden. So
hatte mancher Reiter beim Tiefsprung erst einmal einen Steher, musste neu
anreiten, um über den Tiefsprung zu gelangen, damit ihm hiernach gleich der
Aufsprung gelang. Scharf links ging es im Anschluss auf den Trakehnersprung
zu. Auch hier kriegten einige nicht gleich die Kurve.

„Ich hatte das Gefühl, dass einige Pferde bereits vor
dem zwölften der insgesamt fünfzehn Hindernisse richtig außer Puste waren“,
erklärte St. Georg Pressewartin Tanja Seesing am Efeurick gegenüber der
Rheinischen Post. Viellciht lag der Grund darin, dass sie die zuvor zu
reitende Wegstrecke von 1000 Meter, die in der Klasse A in einer Höchstzeit
von 5.28 Minuten vorgeben war, zu schnell absolvierten und ihnen daher am
Ende ein wenig die Luft ausging.

Nicht so Theresa Hübner, die bei den Junioren im Sattel von
Fides den Kreismeistertitel errang. Bei den Senioren heißt der neue
Kreismeister Jessica Lehmann (Mayenne) vom Gelderner Brauershof.
Vize-Kreismeister wurde hier Felix Lieddtke (Herbstliebe) vom RV Blücher
Pfalzdorf vor Katrin Metzger-Petersen (Lohengrin-Hau) auf Quiberon. Bei den
jungen Reitern gab es in Haldern keinen Kreismeister zu verzeichnen.

Aber bei den Ponyreitern brandete noch einmal so richtig der
Jubel auf. Denn Kreismeister wurde die St. Georg Reiterin Jana Bussman
(Dancing Fleur) vor der Gocherin Jana Kunz (Cheyenne) und der Haldernerin
Hanna Telaak. „Herausragend für uns als Gastgeber ist sicherlich, dass
gleich zwei Reiter aus unserem Verein zu den besten drei Ponyreitern im
Kreis gehören“, so Tanja Seesing abschließend. Fast wäre den Haldernern
(Jana Bussman, Hanna Telaak, Julius Ruyter, Stefanie Mölder) auch noch der
heiß begehrte Mannschaftssieg gelungen,

den sich aber die Gocher Ponyreiter (Jan Kunz,
Katharina Remy, Jenna Reichelt, Lisa Verhülsdonk nach einem harten Kopf an
Kopf-Rennen sicherten.
Die Ergebnisse von den Kreismeisterschaften im Einzelnen:
Kreismeisterschaft Senioren: 1.
Jessica Lehmann. Brauershof, Geldern, Mayene, 2. Felix Liedtke, Pfalzdorf,
Hernstliebe, 3. Kathrin Metzger-Petersen, Hau, Quiborn
Kreismeister Junioren: 1. Theresa
Hübner, Lohengrin-Hau, Fides
Kreismeisterschaft Ponys: 1. Jana
Bussmann, Haldern, Dancing Fleur, 2. Jana Kunz. Goch, Cheyenne, 3. Hanna
Telaak, Haldern, Merlin
Kreismeisterschaft Ponyreiter Mannschaft:
1. Goch (Jan Kunz, Cheyenne, Katharina Remy, Donna Clara, Jenna Reichelt,
Mona Lisa, Lisa Verhülsdonk, Master Boy), 2. Haldern (Jana Bussmann, Dancing
Fleur, Hanna Tellak, Merlin, Julius Ruyter, Urtica, Stefanie Mölder, Diana) |