Führungsebene bestätigt

Delegierte des Kreispferdesportverbandes Kleve tagten in Weeze, Wahlen und Ehrungen rückten in den Mittelpunkt

Text und Foto von STEPHAN DERKS

KREIS.KLEVE. Der Reeser Rudi Lodewick bleibt an der Spitze des Kreispferdesportverbandes Kleve. Das ist das Ergebnis der jüngsten Zusammenkunft der Dachorganisation der Kreis Klever Pferdesportler und der ihnen angehörenden Pferdebetriebe. Zudem bestätigte die Versammlung die Wettenerin Wilma Hebben für weitere drei Jahre in ihrem Amt als Geschäftsführerin des Verbandes. Des Weiteren wurden der Straelener Georg Broeckmann und der Gocher Reiner Kunz erneut in den Beirat gewählt. Dem Jugendausschuss gehören zudem Nina Sendeck, Ria Slaats, Marion Engelen, Christina Kerkstra und Harald Schau an. In den Sportausschuss entsandt wurden Petra Enbroks, Arnold Janßen, Georg Lamers, Friedhelm Fösken, Norbert Giesen. Für die nach elf Jahren aus diesem Ausschuss ausgeschiedene Ulrike Möller-Kuytz, rückt Robert Kuypers nach. Weiterhin zum Schlichtungsausschuss gehören Gisela Blome, Johannes Coenen und Heinz-Dieter Priesen. Zudem bleibt der Beitrag an den Verband, dem die ihm angeschlossenen Vereine pro Mitglied zu entrichten haben, seit nunmehr über 30 Jahre konstant. Er liegt derzeit bei 77 Cent.


Die Geehrten und deren Stellvertreter stellen sich dem Fotografen

Für Außergewöhnliche Einzelerfolge auf nationaler und internationaler Ebene wurden Jana Freund, Jana Deloy, Lydia Camp, Marion Engelen, Katrin Eckermann, Stefanie Reining, Julius Losch und Hubert Markett besonders geehrt. Aufmerksam verfolgten die Delegierten das Referat von Dr. Sylvia Heesen (Kreisveterinäramt Kleve), zur Beurteilung von Pferdehaltung unter Tierschutzgesichtspunkten, die vom Steppentier bis zum Spitzensportler ausführte. Fütterung, Unterbringung, Sozialkontakte, Umgang, Ausbildung, Einzäunung von Pferdeweiden, nur einige Aspekte, zu der Heesen klar Stellung bezog. „Spitzensportler brauchen auch Entspannung“, so die Kreisveterinärin weiter und brach zudem eine Lanze für die tägliche Bewegung der Vierbeiner. „Es gibt Pferdeleute und Leute mit Pferden“, mit diesem Satz hatte die Kreisveterinärin dem Grunde nach schon alles gesagt. Denn die von ihr gezeigten Bilder extremer Verstöße gegen den Tierschutz, riefen bei den Delegierten Kopfschütteln hervor. Vom eingewachsenen Halfter, vernachlässigter Hufpflege, einem bis annähernd unter die Decke verdreckten Stall, Tiere, die bis auf die Knochen abgemagert, schockten zutiefst. „Oftmals haben Pferdehalter kein Geld mehr, um ihre Tiere ordnungsgemäß zu ernähren, so dass wir ihnen diese von Amts wegen wegnehmen müssen“, so Heesen mit dem abschließendem Appell: „Machen Sie aus Leuten mit Pferden Pferdeleute!“ Zudem ließen die Berichte aus verschiedenen Bereichen der Kreis Klever Pferdefamilie die vergangenen Aktivitäten noch einmal aufleben. Dass der Verband finanziell auf gesunden Füßen steht, wusste Schatzmeister Heinz Baumann zu berichten, dem von den Kassenprüfern Karl Leurs und Hubert Peerenboom eine tadellos geführte Kasse bescheinigt wurde.

INFO

Derzeit sind im Kreispferdesportverband Kleve über 6000 Pferdesportinteressierte organisiert. Mitgliedsstärkster Verein (399) ist der Club der Pferdefreunde Goch, gefolgt von Asperden-Kessel (356) und dem RV Straelen, dem 333 Mitglieder angehören. Mit über 1500 gehört die Altergruppe der 41 bis 60jährigen zur stärksten Altersgruppe innerhalb der Kreis Klever Dachorganisation.