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Passende Gene in den Ställen |
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Pferdezucht im Kreis Kleve hat hohen Stellenwert, Entwicklung der Rheinischen Reitponyzucht ließ aufhorchen |
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Text und Foto von STEPHAN DERKS KREIS.KLEVE. „Wir haben die besten Ponys der Welt alles erreicht, was es zu erreichen gilt, aber hören sie um Gottes Willen nicht auf zu züchten. Denn in ihren Ställen stehen die passenden Gene“, so Martin Spoo, Zuchtleiter des Rheinischen Pferdestammbuches jüngst auf der Jahreshauptversammlung des Kreispferdezuchtvereins Kleve, auf der er über die Entwicklung der Rheinischen Reitponyzucht der letzten 40 Jahre referierte. Höchstinteressant, seine Zeitreise vom Ursprung der Ponyzucht bis zu dessen Weltspitze, die den voll besetzten Saal im Lokal „Zur Dorfscheune“ in Keppeln vollends in seinen Bann zog. Und hierfür stand und steht ein Name: Hans-Georg Bönniger, der Obstbauer aus Tönisvorst Pionier und Visionär zugleich, der sich Mitte der 60iger Jahre, zu einem Zeitpunkt, zu dem das Pferd wieder in den Mittelpunkt der landwirtschaftlichen Strukturen rückte Gedanken darüber machte, kleine gebrauchsfähige Pferde für Kinder, sogenannte Ponys zu züchten. Kurz darauf startete Bönniger unter Beteiligung eines Mäzens eine „Einkaufreise“ nach England. Mit dem Hengstfohlen Black Magic, dass er auf dem heimischen Buschhof einstallte, legte Bönniger den Grundstein für die rheinische Reitponyzucht. Zwei Jahre später kam mit dem Bewegungswunder Eckley der nächste Hengst und mit Dascha, Sweety und Halla der erste Stutenstamm hinzu. Was folgte war Historie pur, in der die besonderen Pferde aus besonderen Kombinationen erarbeitet wurden, wobei 1980 mit dem Hengst Dandy der bedeutendste Hengst in der Ponyzucht auf dem Buschhof einzog. Die D-Linie war geboren. Faszinierend, der Einblick in die Bönnigernsche Schatzkiste. „Sie haben zwischenzeitlich das perfekte Handwerkszeug. Daher fordere ich Sie auf, sich weiter für die Rheinische Ponyzucht zu begeistern“, schloss Spoo sein Referat, für das er von der Versammlung mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde. Einen ebensolchen Applaus erntete auch Wilma Nolden, die zwar auf eigenem Wunsch aus dem Vorstand des Kreispferdezuchtvereins ausschied, diesem aber als Ehrenmitglied weiterhin verbunden bleibt.
Für die engagierte Züchterin rückt Sohn Peter in den Vorstand nach. Stichwort Vorstand: Wiederwahl für Hermann Arts (Rheurdt), den Kranenburger Karl Dercks, Bernd Ueffing (Haldern) und den Weezer Josef Wilbers, der im übrigen den Zuchtgedanken von Bönniger höchst erfolgreich fortsetzt. Hierfür wurde Wilbers im Rahmen der Kreis Klever Züchterfamilie ebenso ausgezeichnet, wie der Kranenburger Johannes Baumeister. Hohe Auszeichnung auch für Leo Ophey (Asperden), der die Ehrennadel des Rheinischen Pferdestammbuches erhielt. Goldene Nadel des Stammbuches für Karl-Josef Saat, Goch und den Gelderner Josef Hex. Alle diese Auszeichnungen, ein deutliches Indiz dafür, dass die Ergebnisse der Anpaarungen der Kreis Klever Züchter nicht nur im Rheinland, sondern auch darüber hinaus einen hohen Stellenwert besitzen. INFO Dem Kreispferdezuchtverein gehören derzeit 462 Mitglieder an, zu deren Höhepunkte unter anderem die alljährlich durchgeführte zentrale Stuteneintragung und Fohlenschau in Goch Heidhausen gehört. Nächster Termin: 5. und 6. Juli 2011. |