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Sie waren schon mächtig aufgeregt, die
rheinischen Nachwuchszüchter, als sie sich am letzten Augustwochenende im
Rahmen der Kreistierschau Kleve auf dem Gelände des Landwirtschaftszentrum
Haus Riswick einem Wettkampf stellten. Zunächst galt es Stuten der
Bewertungskommission

Die Bewertungskommission
um Beate Emunds (Heinsberg),
Brigitte Nienhaus (Borken) und Ulrich Plein (Kranenburg), auf der
Dreiecksbahn korrekt vorzustellen. Leichter gesagt als getan. Denn kurz vor
Wettkampfbeginn musste die Abstammung (z.B. Fleet-Street, eine 3jährige
braune Stute von Fürst Piccolo, aus der Verbandsprämienstute Scarlett von
Sandro Hit) der vorzustellenden Pferde, die per Los zugeteilt wurden,
auswendig gelernt werden.

Wie war noch gleich die Abstammung?
Eine erste, ernsthafte Hürde tat sich
auf. Nicht zu vergessen war der Kommission bei der Aufstellung noch
mitzuteilen, wer denn da als Nachwuchszüchter die Stute vorstellte.

Nein, steht noch nicht richtig!
Im Gegensatz dazu war die Vorstellung
des Pferdes an der Hand im Schritt ja noch ganz einfach. Aber als an der
kurzen bzw. langen Seite die Trabmechanik des Vierbeiners im Trabe gezeigt
werden sollte, kamen manche ganz schön ins Straucheln. „Ich glaube ich war
mehr damit beschäftigt auf den Beinen zu bleiben als das Pferd korrekt zu
führen“, zog Jennifer Gosses (Brauershof Geldern) im Anschluss
selbstkritisch das Fazit ihrer Vorstellung.

Also das Exterieur würde ich mit der
Note....beurteilen
Pferdebeurteilung, der nächste
Prüfungspunkt der für Jennifer, Susanne Böhling, Rees, Andreas Drude,
Kevelaer, Markus Heyen, Sara Kleinwächster, beide Kalkar, Julius Ruyter,
Rees, Marina Thönes, Grefrath, Michael Venes, Rees, Nina Bodden, Reichshof
und den Geschwistern Annika und Isabella Sommer (Heinsberg) auf dem Programm
stand. Beurteilt werden mussten drei Stuten nach Rasse, Kopf, Halsung,
Sattellage, Rahmen, den Vorder- und Hintergliedmaßen, die Korrektheit des
Ganges, dem Trab und Schritt, sowie dem Gesamteindruck und der Entwicklung.
Und das alles in einer Beurteilung der Wertnoten von 1 (sehr schlecht) bis
10 (ausgezeichnet). Puh, gar nicht so einfach, zumal das Richtertrio sich
seine eigenen Wertnoten machte und im Nachhinein die Abweichungen in den
Bewertungen der Nachwuchszüchter beurteilte.

Die Vorführung an der Hand, gar nicht so
einfach
Als wäre dies nicht genug,
händigte Kreistierzuchtbereiter Mike Üeffing den elf Prüflingen noch einen
Fragebogen aus in dem es galt, zwanzig Fragen zu beantworten

Mike Üeffing stellte keine leichten
Fragen
So die Frage, wer die Mutterstute zum
Zeitpunkt des Abfohlens, der Bedeckung oder der Eintragung (Brenntermin bzw.
Stutenschau) besitzt? Oder de Frage, Was ist eine Gebrauchskreuzung ist
oder wie der Schmied den Huf auszuschneiden hat, um die Verstellung eines
Jährlings auf den Vorderhufen zu korrigieren. Da rauchte nun aber wirklich
bei den Nachwuchszüchtern der Kopf.

Der Sieger des
Nachwuchszüchter-Wettbewerbes, Michael Venes
Im Gesamtergebnis war es der Reeser
Michael Venes, der vor Sara Kleinwächter (Kalkar) und Susanne Böhling (Rees)
als Sieger aus dem Wettbewerb der Nachwuchszüchter hervorging. Übrigens: Die
FEI ist die Internationale Reiterliche Vereinigung, Züchter ist der Besitzer
der Mutterstute zum Zeitpunkt der Bedeckung (Besamung), die
Gebrauchskreuzung ist die Kreuzung zweier verschiedener Rassen, um Produkte
zu erzeugen, mit denen nicht weiter gezüchtet werden kann und die
Verstellung auf den Vorderhufen nach außen wird korrigiert, indem die innere
Seite des Hufes vermehrt verkürzt wird. |