Neue Kreismeister der Gespannfahrer ermittelt

Beim Rheurdter Reit-, Spring- und Fahrturnier ging es nicht nur um die Titelkämpfe, auch die Qualifikationen zum Bundes-, und Fahrponychampionat rückten in den Mittelpunkt

Text  von Stephan Derks

RHEURDT Heimvorteil? Mag sein, aber an den Fahrleinen der Ponygespanne sind sie einfach nicht zu schlagen, die Rheurdter Gespannfahrer. Das stellten sie im Rahmen der großen Pferdeleistungsschau auf dem Gelände an der Kirchstraße wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis. So war es zunächst Lokalmaterdor Herbert Troost (Arts Amigo Star), der sich den Meistertitel bei den Pony-Einspännern sicherte und damit seine Vereinskollegen Anette Luckfiel (Sergant Pepper) und Heiner Bröcheler (Collino B) auf die Plätze zwei und drei verwies. Und auch bei den Pony-Zweispännern blieb die Goldmedaille in Rheurdt, die sich Klaus Kottsieper (Dorado, Dorado’s Toy) vor der Emmericherin Else Ebbing (Maifürst, Maikönig) sicherte. Bronze gab es hier für die Kalkarerin Constanze Sonnenschein (Hans, Heinz). Bei den Einspänner mit Großpferden ging Gold an Lambert Zylstra (Asperden- Kessel, Cherie Z), der sich das Edelmetall vor Constanze Sonnenschein (Moqui Marbles Luna) sicherte und somit den Gocher Heinz Ingenerf – Gellings (Picasso) auf den Bronzerang verwies. Bei den  Zweispännern für Großpferde war es Jürgen Broza (Asperden-Kessel) der mit Einstein und Emerson auf Goldkurs fuhr. Silbermedaille für Alfred Cox (Goch, Barsony, Ficko) und Bronze für Peter Kuypers (Asperden-Kessel) mit Fahrlicht und Fernlicht. Dabei konnten die Zuschauer im Rahmen dieser Meisterschaften auch rasante Gespannfahrten im Gelände erleben. Nicht nur hier zeigten die Fahrer auf dem Bock wie geschickt sie mit den Fahrleinen der Ein- und Zweispänner umgehen konnten. Insbesondere das Wasserhindernis stellte sich als Zuschauermagnet heraus. Und je schneller die Fahrt der Gespanne durch das Gewässer erfolgte, um so größer war der Beifall der Zuschauer, die sich in sicherer Entfernung um dieses Hindernis aufhielten. Schließlich wollten sie nicht Gefahr laufen, Wasser- oder Morastspritzer abzubekommen. Schaute man sich Pferd und Fahrer an so wurde man das Gefühl nicht los, dass es auch Ihnen riesigen Spaß machte mit Schwung durch das Gelände zu fahren. Und mit Schwung mussten sie diese Teilprüfung auf dem Weg zur Meisterschaft schon absolvieren, da nur für die Bestzeit die meisten Punkte vergeben wurden. Stichwort Teilprüfung. Neben der Fahrt im Gelände gehörte auch die Fahrt der Gespanne auf dem Dressurviereck ebenso dazu, wie die Hindernisfahrt. Bei dieser Prüfung musste das Gespann verschiedene Tore, bestehend aus Leitkegeln durchfahren, auf denen Tennisbälle lagen, die nicht herunterfallen durften. Dabei wurden die Kegel vor dem Start der Spurbreite der Gespanne angepasst. Allerdings konnte nur derjenige richtig punkten, der diesen Hindernisparcours in Höchstzeit durchfuhr. Doch ging es in Rheurdt nicht nur um den Kreismeistertitel. Auch rückten auch die Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat des deutschen Fahrpferdes bzw. Fahrponys in den Mittelpunkt dieser Pferdeleistungsschau, so das es zum Ende der Veranstaltung auf dem neu gestalteten Fahrviereck noch einmal so richtig spannend wurde, wobei neben Christian Koller, Franz-Josef May und Heinz Künstler das Ticket für Moritzburg bzw. Warendorf lösten. 

INFO

Insgesamt 37 (!) Prüfungen hatte der Reit- und Fahrverein Rheurdt im Rahmen seines 2tägigen Sommerturniers ausgerichtet, auf dem 13 Turnierrichter die Leistung von Pferd, Reitern und Gespannfahrern bewerten werden. Die einzelnen Ergebnisse können unter www.rufv-rheurdt.de  nachgelesen werden.