Neue Meister an den Fahrleinen

Im Rahmen des Rheurdter Sommerturniers ermittelten die Gespannfahrer ihre neuen Meister, spannende Wettkämpfe an der Kirchstraße

Text von STEPHAN DERKS, Fotos Ludger Hellmanns

Riesenjubel, als mit dem Rheurdter Steffen Brunch (Gipsy King) der neue Titelgewinner der Kreismeisterschaften


Auf allen Fotos im Vordergrund die Geschäftsführerin des Kreispferdesportverbandes Kleve e.V. Wilma Hebben und Schirmherr der Veranstaltung, EX-NRW-Finanzminister Dr. Helmut Linsen

bei den Großpferden (Einspänner) feststand. Silber und damit die Vizemeisterschaft sicherte sich Constanze Sonnenschein (Lines) von der Fahrsportgemeinschaft Erfgen, wobei die Bronzemedaille an Lambert Zylstra (Cherie Z) vom RFV von Driesen Asperden-Kessel ging.
Bei den Zweispännern der Pferde heißt der neue Kreismeister Alfred Cox (Barsony/Ficko)

vom Club der Pferdefreunde Goch. Silber hier für Jürgen Broza (Asperden-Kessel, Einstein/Emerson) und Bronze an den Halderner Fred Laufer, der Quentje und Prins angespannt hatte. Doppelerfolg bei den Pony-Einspännern für Rheurdt.

 Denn die Goldmedaille sicherte sich hier Andrea Greis (Rheurdt, Desert Son), wobei sich Anette Luckfiel (Rheurdt, Sergant Pepper) die Silbermedaille umhängen ließ. Bronzemedaille für die Straelenerin Anna Bremkens mit Prinzessin Lilifee. 

Bei den Pony-Zweispännern kommt mit Werner Pieper der neue Kreismeister aus Goch, der sich mit Arlando und Mentor den Titel erfuhr. Die Vizemeisterschaft ging an den Emmericher Thomas Roes (Don/Valentino) und die Bronzemedaille nach Asperden-Kessel, mit Thomas Müskens (Max/Mori) an den Fahrleinen. Die Kreismeisterschaften der Gespannfahrer standen am ohne Zweifel im Mittelpunkt des Rheurdter Sommerturniers, zu dem der gastgebende Verein um Ernst Willi Kuypers die Anlage an der Kirchstraße in einen einladenden Zustand versetzt hatte. Allerdings wusste das Petrus am ersten der beiden Turniertage nicht ganz zu würdigen. Ständige Regenschauer bereiteten Zuschauer und Akteure nicht gerade ein Wohlgefühl. Sei es drum. Schließlich kennt der Reiter, in diesem Falle auch der Fahrer, kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Zunächst hatten die Fahrer ihre Einspänner in das Viereck gefahren, um sich den Anforderungen einer Dressuraufgabe zu stellen, denen die Zweispänner folgten. Da galt es saubere Hufschlagfiguren zu fahren und auch der Fahrer auf dem Bock oder dessen angespannte Pferde präsentierten sich perfekt herausgebracht. Doch hatten sich die Künstler an den Fahrleinen nicht nur in der Dressur beweisen, sondern auch im Hindernisfahren. Hier hieß es einen vorgegebenen Parcours, auf dem Kegel in der Spurbreite der Gespanne aufgestellt waren, möglichst schnell zu durchfahren, ohne das hierbei die auf den Kegel liegenden Tennisbälle herunterfielen. Denn das gab Punktabzug. Um Schnelligkeit ging es zudem in der anschließenden Geländefahrt in der auch hier möglichst schnell  zwischen Naturhindernissen gefahren werden musste. Publikumsmagnet, wie bei allen Geländefahrten mit Gespannen, das Wasserhindernis, das stets mit großem Tempo durchfahren wird.