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VON
STEPHAN DERKS
Er ist ein geduldiger Trainer, der 42jährige Peter Teeuwen.
Und wer ihm zuschaut der merkt gleich, dass der sympathische
Pferdewirtschaftsmeister und Inhaber des Deutschen Reitabzeichens in Gold
etwas vom Springsport sowie der Ausbildung junger Reiter versteht. Peter
Teeuwen, der bereits eine Woche zuvor beim RFV „von Driesen“ Asperden-Kessel
zu Gast war, kam dieses Mal auf Einladung des Kreisverbandes der Reit- und
Fahrvereine e.V. zu einem Kurzlehrgang in den Kreis Kleve. Genauer gesagt in
die neue Reithalle des Clubs der Pferdefreunde Goch, in die sich zahlreiche
Zuschauer versammelt hatten. „Du musst nach dem Sprung die Zügel wieder
aufnehmen aber darfst dabei nicht schneller werden“, ruft der Bundestrainer
der Ponyspringreiter durch die Reithalle. Vor etwas mehr als vier Jahren hat
er die Nachfolge von Lutz Merkel angetreten. Tempounterschiede, Kontrolle,
Balance, Geraderichtung, Reiten von Wendungen. Peter Teeuwen weiß, wie er
die jungen Reiter anzuleiten hat. Sein Ziel ist klar.

Dem Blick von Peter Teeuwen
entgeht nichts (Foto. Anna van Bebber)
Er will den Reitern
den Eindruck vermitteln, wie man sich weiterentwickeln kann. "Ich muss mir
als Sportler immer wieder sagen, dass ich nicht auf diesem Niveau stehen
bleiben will sondern die Motivation haben, mehr zu erreichen", sagt Teeuwen
im Gespräch mit der Rheinischen Post. Denn bei richtigem Training kann ein
Reiter seiner Meinung nach pro Jahr eine Klasse schaffen. Also von der
Anfängerklasse (A) in die leichtere Stufe L aufsteigen. Danach führt der Weg
weiter in die mittelschwere Stufe (M) und später in die höchste Startklasse
S. Im Kreisverband Kleve ist nach Ansicht von Peter Teeuwen genügend
potential in all diesen Bereichen vorhanden. „Das Leistungsniveau was ich im
Laufe des Lehrgangs gesehen habe ist ziemlich einheitlich. Lediglich bei den
Pferden gab es Unterschiede. Da stießen einige gar an ihre Grenzen“,
kommentiert der er das Gesehene in der Bahn.

Bundestrainer Peter Teeuwen hatte für jeden Reiter einen
Tipp parat
Hier lässt er einzelne
Sprünge anreiten, beurteilt die Körperhaltung und das Verhalten der Reiter
über den Sprung. Bevor die Holzstangen in wie bei Turnieren in luftiger Höhe
auf den halbrunden Auflagen liegen, bei denen zum Beispiel Olympiasieger
Ludger Beerbaum und Lars Nieberg an den Start gehen würden, bleiben die
Sprünge in der neuen Reithalle der Pferdefreunde übersichtlich. Denn gerade
im Training muss sich der Reiter auf sein Pferd einstellen. Wie wichtig ist
da das Gefühl für Gleichgewicht und Losgelassenheit. Entsprechend seine
Körperhaltung in den Grundgangarten des Pferdes. Diese gilt es immer wieder
zu üben.

Auch das Verhalten über den Sprung galt
es zu beurteilen (Foto: Anna van Bebber)
Denn ein nicht genügend ausgebildeter Reiter bzw. ein nicht gut
ausgebildetes Pferd verbrauchen ihre Kräfte sinnlos. Das ist bei den Reitern
die diesen Kurzlehrgang bei Peter Teeuwen absolvieren allerdings nicht der
Fall. Sie haben allesamt eine solide Grundausbildung erfahren. Daher spart
der Bundestrainer auch nicht mit Lob in Richtung der Trainer in den
Vereinen. Allerdings sind hiervon nicht allzu viele an der Bande zu sehen.
„Bei einer solchen Veranstaltung müssten alle, die irgendwas mit der
Ausbildung zu tun haben von der ersten bis zur letzen Sekunde dabei sein“,
erklärt der Uedemer Richter und anerkannter Lehrgangsleiter Reiten
Franz-Karl Peiss. Dem schließt sich auch Peter Teeuwen an. Er bedauert, dass
der Kontakt zwischen den Trainern manches Mal nicht so ganz glücklich ist.
Ob da gar Ängste mitschwingen seine Schüler zu verlieren?

Die Lehrgangsteilnehmer stellen sich mit Peter
Teeuwen zum Erinnerungsbild (Foto:A.v.Bebber) |