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Heinrich-Wilhelm Johannsmann gab entscheidende Tipps:
Ein Sprung muss sich entwickeln
Von STEPHAN DERKS
Es waren gut und gerne 300 interessierte Reiter, die auf Einladung des Kreisverbandes der Reit- und Fahrvereine e.V. Kleve an der Weiterbildung in der Reithalle Hötzenhof in Keppeln mit dem international versierten Springreiter und Berufsreitlehrer Heinrich-Wilhelm Johannsmann teilnahmen. |
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Heinrich-Wilhelm Johannsmann
(3. v.r.)
mit den Teilnehmern des Springunterrichts |
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| "Ein Springreiter darf in keinem Fall das Dressurreiten vernachlässigen", schrieb Johannsmann gleich zu Beginn der Veranstaltung in das Stammbuch der Reiter und vor allem in das ihrer Trainer. So musste Katrin Eckermann auf ihrem Idefix, die gemeinsam mit Rene Lamers, Kristin Lange und Andreas Dahlman zu der ersten Gruppe der Probanten gehörte, anhand derer Johannsmann die graue Theorie in die Praxis umsetzen ließ, im Rahmen der Lösungsphase eine Hinterhandwendung reiten. Kristin ließ er an der lange Seite Schenkelweichen. "Nicht nur hierbei sollten die Trainer darauf achten, wie sich der Reiter zum Bewegungsablauf des Pferdes verhält. Sitzt er im Gleichgewicht, ist seine Hilfengebung korrekt?", so der Ex-Schüler von Hans-Günther Winkler weiter. Frisch und frei galoppierten in der zweiten Gruppe auch Tobias Thoenes, Judith Emmers, Alexander Dahlmann und Ina Ginters. |
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Johannsmann bei der Kontrolle
der Sprünge |
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| "Die Arbeit muss beiden Spaß machen", so Johannsmann, der für die Unterrichtserteilung Springen ein 10 Punkte-Programm entwickelte. Und das beginnt bei dem Nationenpreisreiter eben mit der dressurmäßigen Ausbildung von Pferd und Reiter. Sitzschulung, Körperhaltung, Imaginäres, also gedachtes Parcoursreiten (Tempounterschiede, Kontrolle der Balance, Geradrichtung Wendungen etc.). "Der Ausbilder muss in der Lage sein Aufgaben zu stellen, anhand derer der Schüler merkt, was richtig und was falsch ist", so der entscheidende Hinweis von Johannsman in Richtung der zahlreichen Ausbilder, die seinen Ausführungen
aufmerksam folgten. Ebenso gehöre die Einbeziehung von Stangen, Bodenricks, das Anreiten einzelner Sprünge, ein unabhängiger Sitz, Übungsreihen, Reiten von Kombinationen, Hindernisfolgen und Parcoursausschnitten bis hin zum Parcoursreiten zu den Grundvoraussetzungen einer erfolgreichen Springausbildung. "Ein Sprung muss sich erst entwickeln. Daher muss dem Pferd vermehrt eine Abwechslung geboten werden, damit es nicht abstumpft", so der versierte Springreiter abschließend. |
| Übrigens: Heinrich-Wilhelm Johannsmann, der "Herr Kaiser" (sein damaliger Ausbilder hatte ihm eingeschärft, dass er wie ein Kaiser im Sattel zu sitzen habe) absolvierte vor rund 30 Jahren sein erstes S-Springen auf der Reitanlage in Goch Heidhausen. "Dort habe ich aber den Diebels-Sprung total zerlegt" lacht der sympathische Berufsreiter noch heute über diesen Ritt. "Nobody ist halt perfect, auch kein "Kaiser". |
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