| Von STEPHAN DERKS
Nachdenkliche Gesichter, als Landesjugendwart Peter Engel sein Referat beendete. Gut, dass nur, wer die Jugend hat, auch die Zukunft des Vereins sichert, die Aussage war den Delegierten der Versammlung des Kreisverbandes der Reit- und Fahrvereine e.V. natürlich nicht neu. Vielmehr ging es dem Gastreferenten darum, in aller Deutlichkeit aufzeigen, dass sich die Vereine bewegen müssen, wollten sie die Jugend an sich und damit den Reitsport binden. Denn die Jugend befände sich nach wie vor im Wandel, wobei der Trend der zahlenmäßigen Dominanz von Mädchen, besonders in den unteren Leistungsklassen, anhalte.
Da müsse man sich fragen, wie das Vereinsangebot noch attraktiver gestalten werde könne.
Und: Wo bleibe der männliche Nachwuchs? "Die von Pferden ausgehende Faszination lässt bei Mädchen nur allmählich nach und bleibt bis zum Ende des Jugendalters im positiven Bereich", so Engel weiter. Für sie sei es toll, sich um Pferde zu kümmern, mit ihnen zu schmusen. Anders die heranwachsenden Jungen. Sie empfänden Pferde mit der Zeit langweilig und würden z.B. das schnelle Motorrad bevorzugen.
Daher gelte es vermehrt mit positiven Bewertungen wie: "Beim Reiten ist man mächtig schnell und kann herauskriegen, wer der Beste ist, findet stets neue Freunde", zu werben. Auch sei es nach Ansicht des Landesjugendwartes dringend geboten, sich verstärkt dem Freizeitreiter zu widmen.
Dass 70 bis 80 Prozent der Reiter in der Region nicht organisiert seien spreche, so Kreisbreitensportbeauftragter Johannes Voss, eine deutliche Sprache.
Sein, und die Berichte aus Sport-, Jugendausschuss und Pferdebetrieben ließen die Aktivitäten der Reiter noch einmal Revue passieren. Geradezu unglaublich, so Kreisverbandsvorsitzenden Klaus-Dieter Nolden, die Erfolge der Kreis Reiter auf regionalem, nationalem und internationalem Parkett. Allerdings wären diese ohne Unterstützung von Eltern und qualifizierter Ausbilder nie möglich gewesen.
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