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Die Freude am Rande des Dressurvierecks im Reitsportcentrum Sprehe kannte
kein Ende. Hier lagen sich Katja und August Camp freudestrahlend in dem Armen und auch ein paar Tränen
rannen die Wangen herunter. Denn soeben hatte Tochter Lydia inmitten des Erholungsgebietes Dammer Berge, nur einen Steinwurf vom Reiterdorf Mühlen entfernt, die Deutsche Meisterschaft der Junioren in der Dressur gewonnen.
Was muss das für ein unvergessliches und einmaliges Gefühl für die 14jährige Geldernerin gewesen sein, als Jugendreiter mit Deutschlands Besten um Gold-, Silber- und Bronzemedaille zu reiten. Bereits in der Zwischenwertung verwies Lydia im Sattel der vierfachen Bundeschampionesse Dulica die amtierende Doppeleuropameisterin Anna von Negri (Übach-Palenberg) mit Dornik B auf Platz zwei und setzte sich damit an die Spitze. Im Finale machten dann die vier EM-Teilnehmerinnen bei den Ponyreitern auf dem Viereck die ersten Plätze unter sich aus. Auch hier konnte sich Lydia, bei den EM "nur" Fünfte in der Einzelwertung, durchsetzen. "In Polen war ich vor der letzten Prüfung ziemlich aufgeregt. Hier bin ich alles locker angegangen", verriet die 14jährige ihr Erfolgsgeheimnis.
Wiederum verwies sie nach dieser dritten Wertungsprüfung Doppel-Europameisterin Anna von Negri auf den Silbermedaillenrang. Die Bronzemedaille ging an die 15jährige Patricia Höhn (Worms) auf Konrad.
Blickwechsel, hin zum Springparcours. Auch hier hatten die mitgereisten Kreis Klever Fans allen Grund zur Freude. Denn auch die 14jährige
Katrin Eckermann vom Reiterverein Kranenburg kam bei diesen Deutschen Meisterschaften auf das Siegertreppchen. Denn sie gewann auf Quins die Bronzemedaille bei den Ponyspringreitern.
Für eine Riesenüberraschung am Rande der Meisterschaften sorgte der mehrfache Goldmedaillengewinner der Springreiter, Ludger Beerbaum. Hatte er noch die Deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Athen ins Stadion getragen, wollte er sich über den Leistungsstand der jungen Reiter bei diesen Deutschen Meisterschaften ein persönliches Bild machen. Schließlich und das wusste wohl keiner besser als Beerbaum aus eigener Erfahrung, sind die Jugendreiter von heute, die Olympiasieger von Morgen.
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