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Pressebericht vom 22.3.2005

  Wer mehr will, muss präzise Reiten!

Heinrich Wilhelm Johannsmann gab Springreitern entscheidende Tipps

VON STEPHAN DERKS

Gut besucht zeigte sich die Veranstaltung des Kreisverbandes der Reit- und Fahrvereine Kleve e.V., auf dessen Einladung der international versierte Springreiter und ehemalige Trainer am DOKR-Bundesleistungszentrum in Warendorf, Heinrich Wilhelm Johannsmann, den Springreitern und deren Trainern aus der Region entscheidende Tipps zur Springausbildung gab.

Auch mit der Reithalle des RFV „von Driesen“ Asperden Kessel, war der Ort dieser kreisweiten Veranstaltung gut gewählt. Und gleich zu dessen Beginn wurde jedem klar: Der Mann in der Mitte der Bahn der wusste, wovon er redete, das hatte Hand und Fuß.

Schließlich trainierte Heinrich Wilhelm Johannsmann noch bis Ende des vergangenen Jahres die Hengste des Nordrhein-Westfälischen Landgestütes in Warendorf und ritt diese auf nationalen Turnieren. „Der richtige Sitz ist die Grundlage aller reiterlichen Einwirkung“, so der „Kaiser“, wie ihn seine Fangemeinde immer noch nennt, gleich zu Beginn der insgesamt drei höchst interessanten Ausbildungsstunden. Zunächst forderte er die Reiter auf, ihr Pferd erst einmal mit der fremden Umgebung vertraut zu machen

. Dass, wer Springreiten möchte, auch in der Lage sein sollte, sein Pferd dressurmäßig korrekt zu reiten, zeigte zum Beispiel die Übung, das geschlossene Halten der Pferde mit mehreren halben bzw. einer ganzen Parade einzuleiten. Da ist im Vorfeld ein „herumzackeln“ mit den Zügeln wenig hilfreich so Johannsmann.

Vielmehr gelte es sich zu bemühen, das Pferd mit der Schenkelhilfe gegen das Gebiss zu treiben und gleichzeitig mit der Gewichtshilfe zu "bremsen". Und wenn es dem Reiter dann noch gelingt ruhig zu sitzen und das Pferd auf allen vier Füßen steht, dann wäre das Ziel eines dressurmäßigen Reitens sicherlich erreicht. „Macht nicht den Fehler, Euch allzu früh auf das Springen oder die Dressur spezialisieren zu wollen. Denn je mehr man von beiden Bereichen kennt, um einfacher werde es, sich später festzulegen“, schrieb Johannsmann den Reitern ins Stammbuch. Was folgte war die Gymnastisierung der Pferde, in dem sie vermehrt im Trabe über die Stangen gearbeitet wurden, bevor überhaupt das erste Hindernis angeritten wurde.

Zuvor galt es noch das gleichmäßige, vorwärts galoppieren zu üben und zwar an den Hindernissen vorbei, um so bereits Sprünge und Linienführung einzubeziehen. Galopp ist halt die Gangart des Springreiters, die muss funktionieren. Immer wieder forderte Johannsmann die Reiter auf zu überprüfen, ob die Pferde auch an den reiterlichen Hilfen stehen. Zudem sollten sie sich täglich fragen: Was will ich erreichen, was kann ich erreichen und was muss ich dafür tun? Entscheidende Dinge eines Fachmannes für das Springreiten, die Reiter wie Trainer gerne mit nach Hause nahmen.

Wiederholung einer solchen Veranstaltung ist erwünscht!


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Kreispferdesportverband Kleve e.V.
eMail: info@kvruf.de
URL: http://www.kvruf.de/presseberichte/050322-h.w.johannsmann.html
letzte Änderung: 22. März 2005, © ungerweb