Sie sind hier: Startseite » Kreisverband » Presseberichte 2006 » 31.01.2006 - 


Pressebericht vom 31.01.2006

Bundestrainer gewann einen guten Eindruck

Kreis Klever Reiter zeigten sich vom Lehrgang und der Weiterbildung mit Peter Teeuwen äußerst begeistert

VON STEPHAN DERKS

„Ich bin sehr gerne der Einladung des Kreisverbandes der Reit- und Fahrvereine e.V. Kleve gefolgt und komme, sofern man dies möchte auch wieder“, so der Bundestrainer der Ponyspringreiter Peter Teeuwen, der kürzlich in der Reithalle des RFV von Driesen Asperden-Kessel nicht nur für eine  Ausbilderfortbildung, sondern auch für einen 3-Tages-Lehrgang zur Verfügung stand, im Gespräch mit der Rheinischen Post.

Mit großem persönlichem Engagement hatte Anna van Bebber (Mitte) Bundestrainer Peter Teeuwen (links) in den Kreis Kleve geholt. Nicht nur der Dank des Kreisverbandsvorsitzenden Rudi Lodewick war ihr gewiss 

An allen Tagen standen hierbei zahlreiche Zuschauer an der Bande der Reithalle, um dem intensiven Unterricht des Bundestrainers zu verfolgen.

Und das Peter Teeuwen etwas von der Materie verstand, zeigte sich gleich zu Beginn der Veranstaltung. Auffallend, wie geschickt der im Rheinland geborene Berufsreiter (Inhaber des Deutschen Reitabzeichen in Gold und Pferdewirtschaftsmeister) die Junioren mit einband.

 Dabei zeigte er ihnen nicht gleich den Lösungsweg auf, sondern gab vermehrt Anhaltspunkte auf dem Weg zum Ziel, das Hindernis und später den Parcours fehlerfrei zu überwinden. Denn schließlich sollte der Reiter selber entscheiden, welcher der beste Lösungsweg sei.

Doch bevor überhaupt die ersten Hindernisse überwunden wurden, galt es die Ponys zu arbeiten. So wurden häufig Handwechsel geritten und an Stellung und Biegung gearbeitet, um später im Parcours mit den Ponys geschmeidig durch Wendungen reiten zu können. Ebenso gehörte das ruhige und gleichmäßige Galoppieren dazu, um etwaige Spannungen beim Pony zu lösen.

 „Denkt daran, Ihr müsst Euch auf dem Pony wohlfühlen aber auch umgekehrt, muss sich das Pony unter Euch wohlfühlen“, erklärte Peter Teeuwen dem Nachwuchs. „Wie merke ich eigentlich, wann das Pony oder Pferd locker ist“, fragte der Bundestrainer weiter in die Runde. „Wenn es den Hals fallen lässt“, kam spontan die Antwort! „Respekt! Das beweist, dass ihr schon etwas über die Reitlehre gehört habt“, lachte Teeuwen, schob noch die Erklärung nach, dass sich hierbei das Nackenrückenband dehnt und das Pony beginnt zu schwingen.

Zwei die sich gut verstehen: Peter Teeuwen und Landestrainer Dressur Adolf Vogt

Erst jetzt käme der Reiter zum Sitzen. Daher sei es so ungemein wichtig, das Pferd und Pony dorthin zu arbeiten, was bei Leibe nicht durch ziehen oder starkes Ausbinden erreicht werde. Geschickt, wie Teeuwen die Bodenarbeit über Stangen in die Lösungsphase mit eingebaut hatte, um hierdurch ein Gleichmaß an Bewegungen zu erzielen. „Hand vor“, rief er während ein Reiter im Anschluss einen Sprung überwand, damit das Pony die Gelegenheit gegeben wurde, sich auszugleichen.

Peter Teeuwen freute sich am Ende der Veranstaltung über sein Geschenk (Foto: Anna van Bebber)

 Auch das gewünschte Arbeiten mit Stimme sei keinesfalls mit herumschreien zu verwechseln. „Mir ist aufgefallen, dass alle Reiter, die an diesem Lehrgang teilgenommen haben, auf gut gearbeiteten Ponys saßen“, erklärte Teeuwen abschließend im Gespräch mit der Rheinischen Post und lobte zudem die solide Grundlagenarbeit, auf die im Kreis Kleve offensichtlich großer Wert gelegt werde. Eindrucksvoll, wie der Bundestrainers in der anschließenden Weiterbildung für Ausbilder in der Praxis das Thema Ponyspringreiten, der Weg vom Anfänger bis zur Teilnahme an einer Europameisterschaft umsetzte. Mehr als anschaulich wurde hier die Ausbildung eines Ponyspringreiters in seinen Ausbildungsstufen erläutert und die praktische Umsetzung gezeigt. Dabei unterstützten Teeuwen kreisweit sowohl Turnieranfänger als auch Teilnehmer an den Deutschen Jugend- und Europameisterschaften mit ihren Ponys. Übrigens: Auf die Kranenburger Amazone Katrin Eckermann angesprochen, die bekanntlich im Bundeskader reitet, bezeichnete sie Peter Teeuwen gegenüber der RP als eine gefühlvolle Reiterin, die aus dem Bauch heraus und mit viel Instinkt reitet. Zudem beherrsche sie die reittechnischen Fertigkeiten aus dem „ff“. Außerdem sei sie für die relativ kurz Ponyzeit ein außergewöhnliches Talent, der er bei geeignetem Pferdematerial durchaus eine große reiterliche Zukunft zutraue.

Der gesamte Lehrgang stellt sich zum Erinnerungsfoto vor die Kamera von Anna van Bebber


Zurück zurück zurück Seiten-
anfang
Seite drucken Seite
drucken

Kreispferdesportverband Kleve e.V.
E-Mail: info@kvruf.de
letzte Änderung: 31. Januar 2006, © ungerweb