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VON STEPHAN DERKS
„Ich bin sehr
gerne der Einladung des Kreisverbandes der Reit- und Fahrvereine e.V.
Kleve gefolgt und komme, sofern man dies möchte auch wieder“, so der
Bundestrainer der Ponyspringreiter Peter Teeuwen, der kürzlich in der
Reithalle des RFV von Driesen Asperden-Kessel nicht nur für eine
Ausbilderfortbildung, sondern auch für einen 3-Tages-Lehrgang zur
Verfügung stand, im Gespräch mit der Rheinischen Post.

Mit großem persönlichem Engagement hatte Anna van Bebber
(Mitte) Bundestrainer Peter Teeuwen (links) in den Kreis Kleve geholt.
Nicht nur der Dank des Kreisverbandsvorsitzenden Rudi Lodewick war ihr
gewiss
An allen Tagen
standen hierbei zahlreiche Zuschauer an der Bande der Reithalle, um dem
intensiven Unterricht des Bundestrainers zu verfolgen.

Und das Peter
Teeuwen etwas von der Materie verstand, zeigte sich gleich zu Beginn der
Veranstaltung. Auffallend, wie geschickt der im Rheinland geborene
Berufsreiter (Inhaber des Deutschen Reitabzeichen in Gold und
Pferdewirtschaftsmeister) die Junioren mit einband.

Dabei zeigte
er ihnen nicht gleich den Lösungsweg auf, sondern gab vermehrt
Anhaltspunkte auf dem Weg zum Ziel, das Hindernis und später den
Parcours fehlerfrei zu überwinden. Denn schließlich sollte der Reiter
selber entscheiden, welcher der beste Lösungsweg sei.

Doch bevor
überhaupt die ersten Hindernisse überwunden wurden, galt es die Ponys zu
arbeiten. So wurden häufig Handwechsel geritten und an Stellung und
Biegung gearbeitet, um später im Parcours mit den Ponys geschmeidig
durch Wendungen reiten zu können. Ebenso gehörte das ruhige und
gleichmäßige Galoppieren dazu, um etwaige Spannungen beim Pony zu lösen.

„Denkt
daran, Ihr müsst Euch auf dem Pony wohlfühlen aber auch umgekehrt, muss
sich das Pony unter Euch wohlfühlen“, erklärte Peter Teeuwen dem
Nachwuchs. „Wie merke ich eigentlich, wann das Pony oder Pferd locker
ist“, fragte der Bundestrainer weiter in die Runde. „Wenn es den Hals
fallen lässt“, kam spontan die Antwort! „Respekt! Das beweist, dass ihr
schon etwas über die Reitlehre gehört habt“, lachte Teeuwen, schob noch
die Erklärung nach, dass sich hierbei das Nackenrückenband dehnt und das
Pony beginnt zu schwingen.

Zwei die sich gut verstehen: Peter Teeuwen und
Landestrainer Dressur Adolf Vogt
Erst jetzt käme
der Reiter zum Sitzen. Daher sei es so ungemein wichtig, das Pferd und
Pony dorthin zu arbeiten, was bei Leibe nicht durch ziehen oder starkes
Ausbinden erreicht werde. Geschickt, wie Teeuwen die Bodenarbeit über
Stangen in die Lösungsphase mit eingebaut hatte, um hierdurch ein
Gleichmaß an Bewegungen zu erzielen. „Hand vor“, rief er während ein
Reiter im Anschluss einen Sprung überwand, damit das Pony die
Gelegenheit gegeben wurde, sich auszugleichen.

Peter Teeuwen freute sich am Ende der Veranstaltung über
sein Geschenk (Foto: Anna van Bebber)
Auch das
gewünschte Arbeiten mit Stimme sei keinesfalls mit herumschreien zu
verwechseln. „Mir ist aufgefallen, dass alle Reiter, die an diesem
Lehrgang teilgenommen haben, auf gut gearbeiteten Ponys saßen“, erklärte
Teeuwen abschließend im Gespräch mit der Rheinischen Post und lobte
zudem die solide Grundlagenarbeit, auf die im Kreis Kleve offensichtlich
großer Wert gelegt werde. Eindrucksvoll, wie der Bundestrainers in der
anschließenden Weiterbildung für Ausbilder in der Praxis das Thema
Ponyspringreiten, der Weg vom Anfänger bis zur Teilnahme an einer
Europameisterschaft umsetzte. Mehr als anschaulich wurde hier die
Ausbildung eines Ponyspringreiters in seinen Ausbildungsstufen erläutert
und die praktische Umsetzung gezeigt. Dabei unterstützten Teeuwen
kreisweit sowohl Turnieranfänger als auch Teilnehmer an den Deutschen
Jugend- und Europameisterschaften mit ihren Ponys. Übrigens:
Auf die Kranenburger Amazone Katrin Eckermann angesprochen, die
bekanntlich im Bundeskader reitet, bezeichnete sie Peter Teeuwen
gegenüber der RP als eine gefühlvolle Reiterin, die aus dem Bauch heraus
und mit viel Instinkt reitet. Zudem beherrsche sie die reittechnischen
Fertigkeiten aus dem „ff“. Außerdem sei sie für die relativ kurz
Ponyzeit ein außergewöhnliches Talent, der er bei geeignetem
Pferdematerial durchaus eine große reiterliche Zukunft zutraue.

Der gesamte Lehrgang
stellt sich zum Erinnerungsfoto vor die Kamera von Anna van Bebber
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