|
VON STEPHAN DERKS
Lange Gesichter am Vorstandstisch
des Kreisverbandes der Reit- und Fahrvereine e.V. Kleve bei der jüngst
durchgeführten Delegiertenversammlung in Weeze. Nicht nur, dass die
Versammlung aufgrund einer Terminüberschneidung mit dem
Kreispferdezuchtverein nur mäßig besucht wurde. Auch die an diesem Abend
zu ehrenden Reiterinnen waren nicht erschienen. Und das noch
unentschuldigt. Für den Kreisverbandsvorsitzenden Rudi Lodewick ein
regelrechter Fauxpas. Sollten doch ihre großartigen Erfolge auf
regionaler, überregionaler bis hin zur internationalen Ebene nochmals
gewürdigt werden. Sei es drum, die Geschenke blieben eingepackt und
verschwanden wieder in seiner Tasche. Stattdessen lauschten die
Vereinsvertreter den ausführlichen Berichten aus den einzelnen
Abteilungen. So rief Geschäftsführerin Wilma Hebben nochmals die rund
sechzig Turnierveranstaltungen im Kreisgebiet ins Gedächtnis und die
Vorsitzende des Sportausschusses Ulrike Möller-Kuytz erinnerte vermehrt
an die seitens des Kreisverbandes angebotenen
Weiterbildungsveranstaltungen. Allerdings wurde diesen im Bereich der
Dressur und auch der Vielseitigkeit wenig Beachtung geschenkt. Für die
engagierte Sevelenerin ein beschämendes Ergebnis. Mehr noch, die
Teilnehmerzahlen zu den Prüfungen der so genannten „Krone der Reiterei“
waren und sind weiter rückläufig. Insbesondere bei den Junioren und
jungen Reitern. Da gelte es vermehrt für diese Sparte der Reiterei zu
werben. Es gab aber auch erfreuliches. Denn was die Finanzsituation des
Kreisverbandes anbelangt, so konnte Schatzmeisterin Antionette Curdts
auf eine solide Basis verweisen, was Kassenprüfer Jürgen Gembler und
Gottfried Mevissen (Nachfolger Michael Böhling) nur bestätigen konnten.
Denn sie hatten eine vorbildlich geführte Kasse geprüft, so dass der
beantragten Entlastung des Gesamtvorstandes nichts im Wege stand. Zudem
ließ es die Kassenlage zu, dass der von den Vereinen an den Kreisverband
zu entrichtende Mitgliedsbeitrag bei 77 Cent pro Mitglied stabil bleiben
kann. Für den Breitensportbeauftragten im Kreisverband Johannes Voss
bleibt allerdings die Euregioreitstrecke das Sorgenkind Nummer eins.
Denn die Betriebe, die Pferd und Reitern entlang dieser Strecke Obdach
gewähren seien nicht nur rar gesät, sondern auch rückläufig. Wenn diese
Strecke nicht sterben sollte, müsste sich auf diesem Gebiet mehr tun.
Schließlich sei genügend Reiterpotential vorhanden. Ein Hinweis, der
sich sicherlich auch an die Adresse der 35 Pferdebetriebe richtete, die
zurzeit dem Kreis- und damit auch dem Pferdesportverband angeschlossen
sind. Deren Sprecher Gerd Schulte-Geldermannn hob in seinem Bericht die
gute Zusammenarbeit mit den Vereinen hervor. So erwähnte er, wie bereits
auch Geschäftsführerin Wilma Hebben, die im vergangenen Jahr faire und
sehr kooperative Zusammenarbeit, an deren Fortführung allen sehr gelegen
sei. Zum Ende der Versammlung wurde unter den Vereinen das von
Karl-Heinz Schümers gesponserte Hindernis verlost. Hier entschied
Glücksgöttin Fortuna, dass der Sprung künftig beim Reiterverein
Marschall Vorwärts Aldekerk stehen soll.

Da freut sich Maria Engelen, dass
sie das von Karl-Heinz Schümers gesponserte Hindernis für Ihren Verein
gewinnen konnte (Foto. Stephan Derks)
INFO
Dem Kreisverband der Reit- und
Fahrvereine e.V. Kleve gehören insgesamt 6.084 Mitglieder in 36 Vereinen
an. Das sind 77 Mitglieder mehr als noch im Vorjahr. Die stärkste
Altersgruppe bildet mit beinahe 1400 Personen die Altersgruppe der 41
bis 60 Jährigen. Zu den mitgliedsstärksten Vereinen gehört neben dem
Club der Pferdefreunde Goch und der RV St. Georg Kevelaer, der RFV „von
Driesen“ Asperden-Kessel. |