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Pressebericht vom 17.12.2005

Gocher Pferdefreunde bauen neue Reithalle

Auf dem Huckschen Hof rollen im neuen Jahr die Bagger an, starke Eigenleistung der Mitglieder ist gefordert

VON STEPHAN DERKS

Wenn alles so läuft, wie sich das die Gocher Pferdefreunde so vorstellen, dann können im März kommenden Jahres die Bagger anrollen und mit dem Projekt beginnen, für das sich eine deutliche Mehrheit auf der außerordentlichen Jahreshauptversammlung im November ausgesprochen hat: Dem Bau einer neuen Reithalle. „Wir haben uns die Durchführung eines solchen Projektes natürlich reiflich überlegt und sehr wohl abgewogen ob es überhaupt Sinn, eine zweite Halle zu bauen“, erklärt der Vorsitzende Jürgen Gembler im Gespräch mit der Rheinischen Post. Doch kam man in den Reihen des 350 Mitglieder starken Vereins wohl sehr schnell zu der Erkenntnis, dass eine Erweiterung der Anlage, auch vor dem Hintergrund, dass im Stadtgebiet Goch derzeit 16 Reithallen (!) vorhanden sind, notwendig sei. Nicht nur, weil die vorhandene Reithalle zwischenzeitlich 25 Jahr alt geworden ist und sie damit an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stößt. Denn trotz regelmäßigem Trainingsangebot (32 Stunden pro Woche) bleiben Wünsche offen, wie beispielsweise einen Lehrgang durchzuführen oder gar „freiem“ Reiten. Auch der Voltigierabteilung (60 Jugendliche) steht keine ausreichende Zeit zur Verfügung. Folge ist eine lange Warteliste, da keine weiteren Kinder mehr aufgenommen werden können. „Der Bau der neuen Reithalle gibt uns daher die Möglichkeit, die Angebote an die Reiter zu erweitern und zudem noch attraktiveren Sport anzubieten“, so Gembler weiter.

Vorsitzender Jürgen Gembler, Planer Markus Coenen, Kassiererin Cornelia Zaadelaar und Geschäftsführer Reiner Kunz präsentieren die Planung

Dabei scheut sich der Chef der Pferdefreunde keineswegs den Vergleich mit den in unmittelbarer Nähe liegenden privaten Betreibern von Reitanlagen, ohne hierbei den eigenen, wirtschaftlichen Aspekt der Anlagenerweiterung aus den Augen zu verlieren. Denn es könnten mit der neuen Halle am Huckschen Hof künftig zwei anstatt einem Hallenturnier durchgeführt werden, deren Attraktivität wesentlich gesteigert wird. Dabei ist Gembler heilfroh, dass er auf einen soliden Stamm an ehrenamtlichen Helfern zurückgreifen kann. Doch bevor die Überlegungen in diese Richtung fortgeführt werden und der erste Bagger auf dem Huckchen Hof eintrifft, gilt es noch einige Formalien auf den Weg zu bringen. Denn die Baugenehmigung muss noch offiziell bei der Stadt Goch eingereicht werden. „Die dürften wir aber in gut 8 Wochen in Händen halten, da die Bauvoranfragen bereits positiv verlaufen sind und auch die Stadt uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen wird“, erklärt Jürgen Gembler weiter.

So soll das neue Reitzentrum der Gocher Pferdefreunde Ende 2006 aussehen

Überschlägig rechnet Gembler mit rund 390.000 Euro an Kosten für die neue Halle, von denen die Pferdefreunde gut ein Drittel in Eigenleistung erbringen müssen. Da ist jede helfende Hand gefragt . Allerdings können sich die Mitglieder auch mit so genannten „finanziellen Bausteinen“ an die Verwirklichung des Projektes einbringen, dass bis zum Herbst kommenden Jahres fertig gestellt und Anfang 2007 mit einem großen Hallenturnier feierlich seiner Bestimmung übergeben werden soll. Damit dürften sich die Gocher Pferdefreude für die Zukunft gut positionieren, um dem Überleben des Reitsports im Verein eine echte Chance zu geben.  

Weitere INFO

  • Die neue Reithalle der Gocher Pferdefreunde, geplant vom Ingenieurbüro Markus Coenen, wird eine Größe von 30 x 60 Meter haben und parallel zur bestehenden Halle angebaut. Finanziert werden soll der Bau jeweils zu einem Drittel durch Eigenleistung und Spenden, Fremdfinanzierung sowie Zuschüsse (25% durch die Stadt). Zur Grundsicherung hat die Stadt zugesagt, den Erbrechtsvertrag wesentlich über das Jahr 2030 hinaus zu verlängern.

  •  Laut einem Vermarktungskonzept wird die neue Gocher Reithalle Platz für 38 Werbetafeln bieten, für die bereits Interessenten vorhanden sind.

  •  Mit der neuen Reithalle wird dem Club der Pferdefreunde und darüber hinaus allen    Reitern der Region eine einzigartige Anlage zur Verfügung stehen, die beste Möglichkeiten für den Reitsport bietet.

  •  Der bisherige Springplatz auf dem Huckschen Hof wird im Zuge des Neubaus verlegt und an der Kopfseite der beiden Hallen neu erstellt.

  • Obwohl die 60%ige Eigenleistung der Gocher Pferdefreunde auf freiwilliger Basis erbracht werden soll ist es notwendig, dass die Mitglieder dem Vorstand ihre Mitarbeit bis zum Frühjahr zusichern.


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letzte Änderung: 17. Dezember 2005, © ungerweb