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VON STEPHAN DERKS
Wenn alles so
läuft, wie sich das die Gocher Pferdefreunde so vorstellen, dann können
im März kommenden Jahres die Bagger anrollen und mit dem Projekt
beginnen, für das sich eine deutliche Mehrheit auf der außerordentlichen
Jahreshauptversammlung im November ausgesprochen hat: Dem Bau einer
neuen Reithalle. „Wir haben uns die Durchführung eines solchen Projektes
natürlich reiflich überlegt und sehr wohl abgewogen ob es überhaupt
Sinn, eine zweite Halle zu bauen“, erklärt der Vorsitzende Jürgen
Gembler im Gespräch mit der Rheinischen Post. Doch kam man in den Reihen
des 350 Mitglieder starken Vereins wohl sehr schnell zu der Erkenntnis,
dass eine Erweiterung der Anlage, auch vor dem Hintergrund, dass im
Stadtgebiet Goch derzeit 16 Reithallen (!) vorhanden sind, notwendig
sei. Nicht nur, weil die vorhandene Reithalle zwischenzeitlich 25 Jahr
alt geworden ist und sie damit an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stößt.
Denn trotz regelmäßigem Trainingsangebot (32 Stunden pro Woche) bleiben
Wünsche offen, wie beispielsweise einen Lehrgang durchzuführen oder gar
„freiem“ Reiten. Auch der Voltigierabteilung (60 Jugendliche) steht
keine ausreichende Zeit zur Verfügung. Folge ist eine lange Warteliste,
da keine weiteren Kinder mehr aufgenommen werden können. „Der Bau der
neuen Reithalle gibt uns daher die Möglichkeit, die Angebote an die
Reiter zu erweitern und zudem noch attraktiveren Sport anzubieten“, so
Gembler weiter.

Vorsitzender Jürgen
Gembler, Planer Markus Coenen, Kassiererin Cornelia Zaadelaar und
Geschäftsführer Reiner Kunz präsentieren die Planung
Dabei scheut sich
der Chef der Pferdefreunde keineswegs den Vergleich mit den in
unmittelbarer Nähe liegenden privaten Betreibern von Reitanlagen, ohne
hierbei den eigenen, wirtschaftlichen Aspekt der Anlagenerweiterung aus
den Augen zu verlieren. Denn es könnten mit der neuen Halle am Huckschen
Hof künftig zwei anstatt einem Hallenturnier durchgeführt werden, deren
Attraktivität wesentlich gesteigert wird. Dabei ist Gembler heilfroh,
dass er auf einen soliden Stamm an ehrenamtlichen Helfern zurückgreifen
kann. Doch bevor die Überlegungen in diese Richtung fortgeführt werden
und der erste Bagger auf dem Huckchen Hof eintrifft, gilt es noch einige
Formalien auf den Weg zu bringen. Denn die Baugenehmigung muss noch
offiziell bei der Stadt Goch eingereicht werden. „Die dürften wir aber
in gut 8 Wochen in Händen halten, da die Bauvoranfragen bereits positiv
verlaufen sind und auch die Stadt uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten
unterstützen wird“, erklärt Jürgen Gembler weiter.

So soll das neue
Reitzentrum der Gocher Pferdefreunde Ende 2006 aussehen
Überschlägig
rechnet Gembler mit rund 390.000 Euro an Kosten für die neue Halle, von
denen die Pferdefreunde gut ein Drittel in Eigenleistung erbringen
müssen. Da ist jede helfende Hand gefragt . Allerdings können sich die
Mitglieder auch mit so genannten „finanziellen Bausteinen“ an die
Verwirklichung des Projektes einbringen, dass bis zum Herbst kommenden
Jahres fertig gestellt und Anfang 2007 mit einem großen Hallenturnier
feierlich seiner Bestimmung übergeben werden soll. Damit dürften sich
die Gocher Pferdefreude für die Zukunft gut positionieren, um dem
Überleben des Reitsports im Verein eine echte Chance zu geben.
Weitere INFO
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Die neue
Reithalle der Gocher Pferdefreunde, geplant vom Ingenieurbüro Markus
Coenen, wird eine Größe von 30 x 60 Meter haben und parallel zur
bestehenden Halle angebaut. Finanziert werden soll der Bau jeweils zu
einem Drittel durch Eigenleistung und Spenden, Fremdfinanzierung sowie
Zuschüsse (25% durch die Stadt). Zur Grundsicherung hat die Stadt
zugesagt, den Erbrechtsvertrag wesentlich über das Jahr 2030 hinaus zu
verlängern.
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Laut
einem Vermarktungskonzept wird die neue Gocher Reithalle Platz für 38
Werbetafeln bieten, für die bereits Interessenten vorhanden sind.
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Mit der neuen
Reithalle wird dem Club der Pferdefreunde und darüber hinaus allen
Reitern der Region eine einzigartige Anlage zur Verfügung stehen, die
beste Möglichkeiten für den Reitsport bietet.
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Der bisherige
Springplatz auf dem Huckschen Hof wird im Zuge des Neubaus verlegt und
an der Kopfseite der beiden Hallen neu erstellt.
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Obwohl die 60%ige
Eigenleistung der Gocher Pferdefreunde auf freiwilliger Basis erbracht
werden soll ist es notwendig, dass die Mitglieder dem Vorstand ihre
Mitarbeit bis zum Frühjahr zusichern.
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