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Vielseitigkeit weiter auf dem Vormarsch |
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Kooperationsveranstaltung des Kreispferdesportverbandes mit der IGV
Rheinland stieß auf große Resonanz, effektives Training möglich |
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Text und Foto von STEPHAN DERKS „Treibe mehr mit den Schenkeln und richte Deinen Blick nach vorne, damit Du das Hindernis mittig anreiten kannst“, dirigiert Landestrainer Jarno Debuschere die junge Amazone über das weitläufige Gelände des Reit- und Fahrvereins Rheurdt. Nach dem kürzlich in Asperden durchgeführten Hallengeländetraining lassen sich nun 32 (!) Reiter auf dem Außengelände schulen. Jarno Debuschere ruft nicht laut, sondern ganz normal redet. Denn er ist über ein Funksystem mit den Reitern verbunden. „Gerade für die Jugendlichen erweist sich der Knopf im Ohr als riesiger Vorteil, da sie der Landestrainer nie alleine auf ihrem Weg durchs Gelände lässt“, erklärt der Beauftragte für den Vielseitigkeitssport im Kreispferdesportverband Kleve Norbert Giesen gegenüber der Presse. Den Einsatz dieser Technik verdanken die Reiter dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft der Vielseitigkeitsreiter Rheinland (IGV) Markus Schneppenheim. Rund 1500 Euro hat die IGV hierfür in die Hand genommen. Auch Schneppenheim ist an diesem Tag vor Ort. Nicht nur weil er die Rundreise des Landestrainers begleitet, sondern weil er in Rheurdt zeitgleich eine Weiterbildung durchführt. Denn während die jungen Vielseitigkeitsreiter ihre Pferde über die exzellent erstellten Naturhindernisse lenken, findet im Schulungsraum des RFV Rheurdt die Weiterbildung von Hilfsrichtern statt. Referenten sind Thorsten und Daniela Wichert, die in Norddeutschland professionell Vielseitigkeitsstrecken betreuen. Sie gehen nach filmischen Beispielen der Frage nach, ob wann und wie ein Fehler am Hindernis entstanden ist. Schließlich sind Hindernisrichter eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen einer Vielseitigkeitsveranstaltung. Ihr Wissen, was ist eine Verweigerung ist, wie ein richtiger Funkverkehr funktioniert, was bei einem Stopp oder bei einem Unfall zu tun ist und wie die Zeit bei einer Unterbrechung der Geländeprüfung festgehalten wird, sind Grundvoraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf. Doch zurück zur praktischen Ausbildung. Die Galoppaden der Pferde zwischen den Hindernissen wirken nicht überhastet sondern ruhig und reguliert. Dennoch erzielen sie den gewünschten Raumgewinn.„Zu einem weiteren Ziel in diesem Ausbildungsabschnitt gehört, dass die Reiter ihre Pferde jederzeit unter Kontrolle haben und somit an Geländesicherheit gewinnen“, erklärt Debuschere weiter und lobt zudem die guten Trainingsbedingungen in Rheurdt. Auch hier rückt er dem Ziel, den Leistungssport im Rheinland in der Vielseitigkeit zu fördern, indem die jugendlichen Reiter bis 18 Jahren und deren Eltern schon früh mögliche Sichtungswege kennen lernen wieder ein Stück näher. Erneut entdeckt der Landestrainer talentierte Reiter, die er am Ende des Tages seiner Kollegin Margret Neukäter weiter empfehlen will. Denn auch die Landestrainerin der Ponyvielseitigkeitsreiter ist stets auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs für die Krone der Reiterei. |